Mehrzad Marashi: „Es geht nur mit harter Arbeit”

Von: Benjamin Jansen
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Mit den Fans auf Tuchfühlung: DSDS-Sieger Mehrzad Marashi bei seinem Bühnenauftritt im Jülicher Brückenkopf-Park. Foto: Benjamin Jansen

Jülich. Der Flieger aus Mallorca landete planmäßig, das Video zu seiner zweiten Single „Sweat” ist im Kasten. Zeit zum Durchatmen bleibt Mehrzad Marashi allerdings nicht: Am Samstag startete der Sieger der siebten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) seine Deutschlandtour im Brückenkopfpark Jülich. Statt Sandstrand und Videodreh beginnt jetzt ein neues Kapitel.

Spüren Sie eigentlich noch den Sand zwischen den Füßen?

Marashi (grinst): Um ehrlich zu sein: Ich war gar nicht am Strand. Gedreht haben wir auf einer Jacht, und in meiner Freizeit waren wir im Hotel und haben ein bisschen relaxed. Die Zusammenarbeit mit Mark Medlock war super, ich habe einen neuen Freund gewonnen.

Gewinnen ist das richtige Stichwort. Vier Wochen ist es her, dass Deutschland Sie zum neuen Superstar gewählt hat. Wie stressig war die Zeit nach dem DSDS-Finale?

Marashi: Formulieren wir es so: Mehr als fünf Stunden am Stück habe ich seitdem nicht geschlafen. Aber das ist es wert, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann. Für diesen Traum habe ich 16 Jahre lang gearbeitet.

Unter dem Künstlernamen Marasco haben Sie vor vier Jahren eine Coverversion von „She´s Like The Wind” herausgebracht, die sich nicht durchgesetzt hat. Haben Sie damals nie gezweifelt?

Marashi: Ich habe immer daran geglaubt, dass ich mit der Musik irgendwann Erfolg haben werden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland so weit ist, mich zu akzeptieren. Natürlich hat man Angst. Aber wenn du schon so lange an etwas arbeitest, dann möchtest du davon profitieren. Das ist wie beim Hausbau. Du hast dir mit deinen Händen etwas aufgebaut, es fehlt nur noch das Dach. Mein Projekt ist jetzt abgeschlossen.

Tapete für Ihr neues Haus haben Sie schon. Ein Fan hat Ihnen eine 15 Meter lange beschriebene Rolle zugeschickt. Was ist das für ein Gefühl?

Marashi: Das ist schon sehr cool. Jede Woche bekomme ich zwei Kartons mit Briefen. Ich finde es nur schade, dass ich nicht genug Zeit habe, mich um die Fanpost zu kümmern, weil ich sehr viele Termine habe. Das sieht man auch am Programm der nächsten Wochen: Zuerst trete ich bei „The Dome” auf, dann kommen die Comet-Preisverleihung und „Wetten, dass..?”, Ende Mai singe ich beim Boxkampf von Vitali Klitschko.

Einen Raketenstart haben einige DSDS-Sieger hingelegt. Doch die Kurve ging bei den meisten ebenso schnell wieder nach unten...

Marashi: Mark und ich wollen diejenigen sein, die den DSDS-Fluch besiegen. Das geht aber nur mit harter Arbeit.

Nach dem Song „Ich kenne nichts, was so schön ist wie du” haben Sie Ihrer Freundin einen Heiratsantrag gemacht. War das lange geplant?

Marashi: Vor den Mottoshows habe ich mir gesagt: Wenn du das Halbfinale erreichst, machst du ihr einen Heiratsantrag. Dann sind wir finanziell abgesichert und können uns eine Hochzeit leisten.

Das passt zu Ihrem Image: Bodenständig und authentisch.

Marashi: Warum sollte ich mich verstellen? Ich habe keine Starallüren und kaufe mir keine anderen Klamotten, nur weil ich jetzt erfolgreich bin.

Aber gerade das hat „Badboy” Menowin Fröhlich spannend gemacht. Er war der große Favorit.

Marashi: Ist das so? Die Jury hat mich nie nach vorne geholt, ich musste nie zittern. Meine Fans haben sich ihre Anrufe nur für das Finale aufgehoben (lacht).

Was haben Sie Menowin nach der Entscheidung ins Ohr geflüstert?

Marashi: Ich habe ihm gesagt, dass es mir leid tut. Er wird seinen Weg gehen, wenn er sich nicht dumm anstellt. Das war es dann auch.

Zurück zur Gegenwart: Ihre erste Single „Don´t Believe” steht seit vier Wochen auf Platz 1 und wurde mehr als 150.000 Mal verkauft...


Marashi: Das ist echt krass. Und meine zweite Single „Sweat” steht bei Amazon schon auf Platz 3 der Verkaufscharts, obwohl sie noch nicht erschienen ist. Ich hoffe, dass es so weitergeht.
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