Düsseldorf - Loveparade-Gedenken ohne Sauerland und Schaller

Loveparade-Gedenken ohne Sauerland und Schaller

Von: dpa
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An der Gedenkfeier zu Loveparade-Katastrophe in Duisburg nehmen weder der umstrittene Oberbürgermeister Adolf Sauerland (im Bild) noch Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller teil. Foto: dpa

Düsseldorf. An der Gedenkfeier zu Loveparade-Katastrophe in Duisburg nehmen weder der umstrittene Oberbürgermeister Adolf Sauerland noch Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller teil.

Schaller sagte der „Bild am Sonntag”, er werde in einer Woche „aus Pietätsgründen fernbleiben”: „An diesem Tag geht es um die Angehörigen der Opfer und um die Verletzten, nicht um mich.”

Am 24. Juli 2010 waren bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen. Sauerland und Schaller stehen seitdem massiv in der Kritik.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Als Beschuldigte gelten derzeit 16 Menschen, darunter elf städtische Mitarbeiter, nicht aber Sauerland und Schaller. „Ich bin nicht beschuldigt, das ist richtig. Darüber bin ich auch erleichtert. Ich sehe bei mir aber auf jeden Fall eine moralische Verantwortung”, sagte Schaller.

Sauerland kündigte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” an, er werde lediglich an Gedenkgottesdiensten teilnehmen, nicht aber an der Gedenkfeier in der MSV-Arena in Duisburg am 24. Juli. „Ich habe immer gesagt, dass ich das abhängig mache vom Wunsch der Angehörigen. Ein Teil der Angehörigen hat mir signalisiert, dass man mich nicht bei der Veranstaltung zum Jahrestag dabei haben möchte. Ich respektiere das selbstverständlich”, sagte Sauerland.

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