Kommunen bleiben auf Streusalz sitzen

Von: dpa
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Im bisherigen Winter ist in Nordrhein-Westfalen nur ein Sechstel von dem gestreut woren, was 2011 bis zum Jahresende aufgefahren werden musste. Foto: dpa

Aachen/Münster. Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben ihr gehortetes Streusalz wegen des milden Winterwetters bisher kaum ausgefahren.

Sogar unangetastet ist bislang die Extra-Reserve von 100.000 Tonnen für Bund und Länder geblieben, die der Landesbetrieb Straßen.NRW seit dem schneereichen vergangenen Winter angelegt hat. Während bis zum Jahresende 2010 dem Landesbetrieb zufolge rund 180.000 Tonnen Salz in NRW gestreut wurden, landete in diesem Winter bisher mit 30.000 Tonnen nur ein Sechstel davon auf den Straßen.

Auch die Kommunen hatten nach dem eisigen Winter 2010/2011 ordentlich aufgestockt. Zu Saisonbeginn hatte etwa Münster 4900 Tonnen Salz vorrätig. „Bisher haben wir davon aber nur rund 200 Tonnen gebraucht”, sagte ein Sprecher der Stadt. Im Dezember habe auf einigen Brücken Eisgefahr geherrscht. Im vergangenen Winter hatte die Stadt das gegenteilige Problem: Münster hatte selbst nur 1600 Tonnen auf Lager, musste aber insgesamt 2600 Tonnen Salz streuen.

Umsonst haben die Kommunen ihre Reserven nach den beiden letzten schneereichen Wintern mit Streuengpässen aber nicht angelegt. Dem Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW zufolge hält sich das Salz bei trockener Lagerung zwei bis vier Jahre. „Und der Winter ist noch längst nicht vorbei”, kommentierte der Sprecher der Stadt Münster.

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