Knebelvertrag für die Braut?

Von: Birgit Holzer
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Bis dass der Tod euch scheidet
Bis dass der Tod euch scheidet? So romantisch wie die Hochzeit zwischen Charlene Wittstock und Prinz Albert von Monaco schien, war sie vielleicht gar nicht. Foto: dpa

Paris. Blickte Monacos neue Fürstin Charlene, so hübsch und makellos sie bei ihrer Hochzeit am Wochenende auch aussah, nicht allzu melancholisch drein? Wirkte das Lächeln nicht eigenartig versteinert?

Für manche bekommen auch ihre Tränen bei einem ergreifenden Gesang in der Kapelle Sainte-Dévote im Nachhinein eine neue Deutung: Wurde sie letztlich durch eine Art Knebelvertrag zum Ja-Wort gezwungen, der ihr keine Wahl mehr ließ?

Das behaupten zumindest einige Boulevard-Blätter und Internet-Gerüchteküchen. Die Rede ist von einer Verpflichtung zu mindestens fünf Jahren Ehe, ansonsten erhielte Charlene keinen Cent, verlöre ihre Titel und das Sorgerecht für eventuelle gemeinsame Kinder mit Albert. Die Spekulationen werden in erster Linie in ausländischen Medien verbreitet, die französische Presse hält sich hingegen stark zurück. Das Gemunkel erreicht das Paar in Charlenes Heimat Südafrika, wo Fürst Albert als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees am Mittwoch über den Austragungsort für die Winterspiele 2018 mitentschied.

Schon die Hochzeit selbst war überschattet vom Gemunkel über Vaterschaftsklagen gegen den 53-Jährigen. Kurz vor dem Fest hatte das französische Nachrichtenmagazin „LExpress” auf seiner Internet-Seite verbreitet, dieses sei in Gefahr, da die Braut fluchtartig Monaco verlassen und eine Maschine nach Südafrika habe besteigen wollen, als sie erfahren habe, dass das Privatleben ihres Zukünftigen „nicht so beispielhaft” sei wie gedacht.

Der Fürstenpalast dementierte, Alberts Anwalt Thierry Lacoste kritisierte das „mediatische Delirium”, verzichtete aber auf eine Klage. „LExpress” beruft sich weiter auf seine zuverlässigen Quellen im Umfeld von Polizisten, die Charlene angeblich am Flughafen von Nizza abgefangen und ihr sogar den Reisepass abgenommen haben. Der Artikel ist nach wie vor abrufbar.

In anderen Medien ist sogar von zwei vorhergehenden Fluchtversuchen Charlenes im Mai die Rede: So sei sie in Paris, wo sie ihr von Giorgio Armani entworfenes Brautkleid anprobierte, in die südafrikanische Botschaft „geflohen”. Grund für den Bruch sollen laut der französischen Sonntagszeitung „Journal du dimanche” eine oder zwei weitere Vaterschaften Alberts sein, der bereits zwei nichteheliche Kinder anerkannt hat, den achtjährigen Alexandre und die 19-jährige Jazmin Grace.

DNA-Test

Pikanterweise soll eines noch nicht geboren sein. Angeblich hat Albert bereits einen DNA-Test gemacht. „Man spricht von einem versteckten Kind, aber die Frage wird vor allem sein, ob es älter ist als fünf Jahre, weil Charlene und Albert seit fünf Jahren offiziell zusammen sind”, wird ein Berater eines monegassischen Parlamentariers zitiert.

Auch im Umfeld der Heirat glaubten viele Menschen in Monaco und im benachbarten Nizza nicht an eine Liebesheirat zwischen dem als Frauenhelden bekannten Albert und der 20 Jahre jüngeren Ex-Leistungsschwimmerin. Dabei hatte der Fürst am großen Gala-Abend von der „besten Entscheidung” seines Lebens gesprochen und seiner frisch Angetrauten dafür gedankt, seine Eigenarten und seine „Sprunghaftigkeit” so geduldig zu ertragen.

Andere halten die Gerüchte für boshaftes Gerede. Er beneide den Fürsten nicht, sagt der letzte Fischer Monacos, Dédé Rinaldi. „Ich will nicht an seinem Platz sein. Mein Fürstentum ist das Meer und im Meer bin ich frei.”
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