„Keine Guido-Cantz-Show”

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Der Neue: Guido Cantz wird Nachfolger von Frank Elstner bei „Verstehen Sie Spaß?” Foto: imago/APress

Aachen. Der Kapitän geht von Bord, aber das Schiff soll weiter den Kurs halten: Frank Elstner (67) bestreitet in Offenburg seine letzte „Verstehen Sie Spaß?”-Ausgabe und übergibt dann das Kommando an Guido Cantz (38). Der Comedian wird ab April neuer Moderator von „Verstehen Sie Spaß”.

Im Gespräch mit Tobias Röber erklärte der gebürtige Kölner, warum er keine Sekunde gezögert hat, den Job zu übernehmen, und warum man über Streiche mit der versteckten Kamera auch heute noch lachen kann.

Herr Cantz, haben Sie sich als Kind „Verstehen Sie Spaß” angesehen?

Cantz: Na klar. Ich bin 71er Baujahr. Anfang der 80er Jahre haben wir samstags abends mit der ganzen Familie vor dem Fernseher gesessen. Damals gab es ja auch nur drei Programme. Ich fand viele Filme großartig. Etwa die Antennenbremse mit Kurt Felix.

Ab April moderieren Sie diese Sendung. Wie lange haben Sie nachgedacht, als die Anfrage kam?

Cantz: Ich musste natürlich nicht lange nachdenken. „Verstehen Sie Spaß” ist eine große Samstagabend-Show, die von den Kindern bis hin zu Oma und Opa gesehen wird. Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Dieses Ziel hatte ich immer, dass ich es schon im Alter von 38 Jahren erreiche, hätte ich nicht gedacht.

Ist die neue Aufgabe ein Karrieresprung?

Cantz: Auf jeden Fall. Es ist ein großer Schritt in meiner Entwicklung, auf den ich sehr stolz bin.

Haben Sie schon mit Frank Elstner gesprochen?

Cantz: Ja, er hat mich direkt angerufen und mir gratuliert, das fand ich toll. Frank Elstner ist ein sehr netter Mensch.

Und er hinterlässt große Fußstapfen.

Cantz: Das sind keine Fußstapfen, sondern riesige Krater. Frank Elstner ist ein Urgestein des deutschen Fernsehens. Da muss ich zunächst mal kleine Brötchen backen, und das ist auch ganz gut so.

Ist das Prinzip der versteckten Kamera nicht längst überholt?

Cantz: Ich denke nicht. Die versteckte Kamera spricht nach wie vor die Schadenfreude der Leute an. Dieses Prinzip funktioniert und ist nach wie vor sehr witzig.

Wird „Verstehen Sie Spaß” jetzt „jünger”?

Cantz: Es kann gut sein, dass ganz gezielt ein jüngerer Moderator gesucht wurde. Ich werde die Sendung aber nicht neu erfinden.

Erleben wir Guido Cantz als Moderator oder auch als Comedian oder sogar Teil der Sketche?

Cantz: Es wird keine Guido-Cantz-Show, sondern bleibt eine Unterhaltungsshow am Samstagabend. Daher sehe ich mich in der Rolle des Moderators.

Welche Ideen haben Sie?

Cantz: Ideen gibt es sehr viele. Was wir genau umsetzen, besprechen wir Ende November Dann setzen wir uns zusammen. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass wir das Publikum stärker einbeziehen.

Wen würden Sie gerne mal auf die Schippe nehmen?

Cantz: Da gibt es einige Kandidaten. Generell gilt: je prominenter, desto besser. Wenn wir den Papst bekommen würden, wäre das großartig (lacht). Aber Spaß beiseite. Es gibt schon einige Kandidaten. Hochrangige Politiker oder Fußballprofis. Toll fände ich auch den niederländischen Trainer des FC Bayern.

Auf welche Gäste in der Show dürfen sich die Zuschauer freuen?

Cantz: Ich würde gerne einige Comedy-Kollegen einladen, zum Beispiel Dieter Nuhr oder Atze Schröder. Es wäre ein Traum, wenn ich einmal Sting anmoderieren dürfte.
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