Jecken wollen nicht frieren: Plüschkostüme sehr gefragt

Von: dpa
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Karneval
Eine als Löwe verkleidete kleine Karnevalistin. Da sie beim Straßenkarneval nicht frieren wollen, verkleiden sich dieses Jahr besonders viele Narren mit Plüschkostümen. Foto: dpa

Köln. Weil sie beim Straßenkarneval nicht frieren wollen, verkleiden sich dieses Jahr besonders viele Narren als Eisbär, Panda oder Löwe.

„Seit zwei Wochen verkaufen wir vermehrt Plüschkostüme”, sagte der Geschäftsführer des Kölner Fachhandels Karnevalswierts, Frank Schröder, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. „Tiere gehen besser als sonst, besonders Tiger und Löwen.” Und der braune Plüsch-Osterhase habe schon vor Aschermittwoch Konjunktur.

Auch bei Deiters Karnevalsbedarf in Köln sorgt die klirrende Kälte für ein schwungvolles Geschäft mit Pelzigem, wie eine Mitarbeiterin sagt. Zwar seien wärmende Kostüme schon traditionell beliebt. „Karneval fällt ja nun mal auf die kalte Jahreszeit und nicht in den Hochsommer.” Doch dieses Jahr gebe es einen kleinen Kälteboom. „Momentan haben wir einen ganz großen Andrang. Es werden viele Plüschkostüme gekauft - Löwen, Bären, Tiger, Pandas.” Das sei seit einigen Tagen auffallend und gelte für Erwachsene ebenso wie für kleine Jecken.

Die Närrinnen lassen sich vom frostigen Hoch „Dieter” übrigens nicht die Freude an knapp beschürzten Verkleidungen nehmen. „Man muss unterscheiden zwischen Straßenkarneval und Sitzungskarneval”, sagte Kostümexperte Schröder. Sitzungskarneval finde eben in beheizten Innenräumen statt, da bremse die Kälte draußen nicht die Nachfrage. „Die sexy Kostüme gehen sehr gut. Stewardess, Krankenschwester, Polizistin. Es gibt auch ein sehr hübsches Zimmermädchenkostüm.”

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