Hamburg - Innensenator fordert: Waffen und Munition künftig getrennt

Innensenator fordert: Waffen und Munition künftig getrennt

Von: ddp
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Waffen / Pistole
Behörden sollen künftig häufiger prüfen können, ob die Voraussetzungen für einen Waffenbesitz noch vorliegen. Geplant ist außerdem, Waffen mit biometrischen Sicherungen zu versehen.

Hamburg. Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), Vorsitzender der Innenministerkonferenz, will den Umgang mit Sportwaffen und Munition drastisch einschränken. In einem Positionspapier aus seinem Hause, das einem „Spiegel”-Bericht zufolge am Dienstag auf einem Treffen der Staatssekretäre der Innenministerien diskutiert werden soll, heiße es, dass die Munition in Zukunft „zentral in Vereinsgebäuden und Schießstätten” gelagert werden soll.

Mit der „relativ einfachen Maßnahme” einer örtlichen Trennung von Waffe und Munition könne Missbräuchen „wirkungsvoll” vorgebeugt werden. Außerdem sollten Schützen erst nach drei Jahren regelmäßigen Schießens im Verein eigene Waffen erwerben dürfen, nicht wie bisher nach einem Jahr.

Auch die Anzahl und die Auswahl an Waffen wolle Mäurer einschränken: Er schlage eine Begrenzung auf in der Regel fünf Pistolen oder Gewehre vor, es sollte zudem „grundsätzlich gelten, dass Schusswaffen, die bei der Polizei und oder beim Militär eingesetzt werden, im Schießsport nichts zu suchen haben”. Ein weiterer Punkt sind die Aufbewahrungsregeln: Es könnte dem Papier zufolge ein Straftatbestand für „unzureichende Aufbewahrung” geschaffen werden, wenn dadurch Straftaten „möglich geworden sind”.

Schließlich sollten Spiele, bei denen man mit Farbkugeln aufeinander schießt, verboten werden, da sie „insbesondere Jugendlichen das Schießen als anregendes Spiel” näher brächten. Das Staatssekretärstreffen in Berlin sei nach dem Amoklauf von Winnenden anberaumt worden und solle sich vor allem mit den Fragen des Waffenrechts beschäftigen. Auch der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte sich für dessen Verschärfung ausgesprochen.
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