Im Dschungel wird gejammert: Rückenschmerzen und Mundgeruch

Von: Madeleine Gullert
Letzte Aktualisierung:
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Gequengel im Jammercamp: Jeder hat seine Problemchen. Foto: RTL

Köln. Von lethargisch bis übermotiviert wandeln die elf „Dschungelcamp“-Kandidaten durch den Tag. Walter spricht mit sich selbst, lobt sein Aussehen und ist sicher, dass er als „guter Entertainer“ Dschungelkönig werden kann. Und er scheint zumindest im Camp königlich zu strahlen, wenn Sara ihn als attraktiv bezeichnet. „Walter hat sich lecker gehalten. Der sieht doch super aus. Der war mal ne Sexbomb.“

Die Rolle der Sexbombe sollte ja eigentlich eher Tanja ausfüllen, der kann man per Ferndiagnose von der Couch aber getrost ADHS attestieren – oder wirkt das nur so im Kontrast zu den großen Schweigern Simone und Benjamin? Während die meisten lethargisch sind, ist Tanja übermotiviert: Sie singt – wie konnte sie überhaupt nur eine Runde weiterkommen bei „DSDS“, fragt man sich -, tanzt einen Sonnentanz, weckt Sara, die sichtlich genervt ist: „Bitte sing nicht mehr.“ Okay, dann sucht sie sich das nächste Opfer: Jörn. „Ich dachte ey, du bist so voll der eingebildete Typ, weil du so jeden Tag im Fernsehen bist bei „GZSZ“, und ich war voll aufgeregt ey, und jetzt bist du so voll der nette Typ.“ Lächelt Jörn anfänglich noch sein sympathisches Serienlächeln, kommentiert er den gefühlt halbstündigen Laberflash mit: „Nerv nicht.“

Bei der Dschungelprüfung holen Walter, der stoisch und völlig unbeeindruckt alles absolviert („Mir macht hier nichts was aus“), und Angelina, die schaut, als würde man sie gleich erschießen, vier Sterne. Danach kommt die dramatische Wendung: Angelina verlässt das Camp – sie ist wohl genau so lange geblieben, bis es keinen Abzug von der Gage gibt. Zum Abschluss duscht die Blondine aber nochmal brav im Tümpel und lässt RTL Nahaufnahmen ihres Körpers zeigen.

„Ich war zu jung“, glaubt sie, „eher zu schwach“, sagen die anderen Bewohner. Angelina quengelte aber bei weitem nicht als einzige im großen Jammercamp: Alles ist doof. Walter hat Rücken, Tanja schlecht geschlafen, Benjamin ist schwach und Sara hat Mundgeruch und Blähungen von den Bohnen. Crazy shit. Dramatische Grenzerfahrungen oder um es mit Saras Worten zu sagen: „Alter, das Leben hier ist härter als der Schwanz von ‘nem Pornodarsteller.“ Ehm ja, Sara hat ihren großen Philosophentag. Sie spricht auch über Freundschaften und Loyalität und kommt zu der traurigen Erkenntnis, dass Menschen eigentlich „Arschlöcher“ sind. „Nur wenn du berühmt bist, kreisen die um dich ‘rum wie um einen Scheißhaufen.“ Wie weise. Dass Menschen sich nicht immer verstehen, zeigt sich auch mal wieder an den Camp-Oldies Maren und Walter. Dialog des Tages: "Walter, ich wollte dich bitten, deine spitzen Bemerkungen mir gegenüber zu unterlassen" - "Jo, tut mir leid. Ich sag' halt, was ich denke" - "Dann bist du ein Arschloch! Du hast bei mir sowieso verschissen bis in die Steinzeit! Wenn du mich weiter so behandelst, dann trete ich dir sowas von in deine Eier, die die Nation gesehen hat, dass du dich umguckst!"

Zu Besänftigung aller gab es einen Schokoriegel, dessen Markennamen jeder Campkandidat mehrfach nennt, genüsslich wird reingebissen, daran gerochen. Der Begriff „Foodporn“, der für Fotos von leckeren Gerichten genutzt wird, sollte eine neue Bedeutung bekommen - und diese Situation beschreiben.

Ach ja, gehen muss auch noch einer: Patricia Blanco ist raus.

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