Dschungelcamp: Zwischen Emotionen und dramatischer Langeweile

Von: Madeleine Gullert
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„Tschakka“: Walter bei der Dschungelprüfung. Foto: RTL
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Angelina und Patricia müssen in einem Tümpel voller Blutegel auf Schatzsuche gehen. Foto: RTL

Aachen. Ganz schön abgebrüht und dann auch noch so ehrlich. Authentizität heißt ja immer und überall das Zauberwort, aber doch nicht im „Dschungelcamp“. Die elf Kandidaten bemühen sich ja nicht einmal mehr so zu tun, als ginge es um irgendetwas anderes als die Gage.

Über Geld soll man ja eigentlich nicht reden, aber es ist doch einfach zu verlockend zu spekulieren und tratschen, was jeder bekommt.

Anscheinend hat Patricia Blanco nicht besonders gut verhandelt. „So eine Volksverarschung. Die haben mich grob verarscht, weil ich kein Management habe“, meckert sie, als sie zahlen von den anderen hört. Aurelio macht einen auf dicke Hose: „Ich bin Entertainer. Für 30 oder 40 hätte ich nicht mal meine halbe Arschbacke hier hinbewegt." Also 30.000 oder 40.000 versteht sich. Interessant, dass der Entertainer sein sympatisches aber doch eher stoisches Ertragen des Dschungels als Entertainment versteht.

Tanja ist da schon offener: So blöde Kellnerjobs seien „voll undankbar, da ackert man und hat nichts davon“. Schön blöd, die ganzen Menschen, die arbeiten, wenn man einfach in Australien rumlungern kann und dafür ein „Ich werde einfach schlafen, bis ich hier rauskomme“. Leider scheint sie nicht die einzige mit dieser Taktik im Schnarchcamp zu sein.

Ein bisschen besorgt um die Sendung zeigt sich Dramaqueen Angelina angesichts der dramatischen Langeweile: „Was sollen die senden? Dass wir die ganze Zeit rumliegen?“ Sagt sie und fragt dann auch in die Kamera noch einmal, wie lange sie es denn aushalten muss, damit sie die volle Gage bekommt. Die Langeweile scheint auch die Kandidaten schon zu langweilen. Dialog des Tages: Aurelio: „Das ist ja alles Peace, Love and Harmony hier“. Patricia: „Voll ätzend eigentlich.“ Wie wahr.

Immerhin zickt Angelina ein bisschen rum, weil sie das Essen nicht mag. Reis erinnere sie immer an Kotze, überhaupt habe sie ja gar keine Reserven und und und. Heul doch. Das Camp ist genervt und sogar Traumschwiegersohn Jörn quittiert Angelinas Rumgeheule um das Essen mit dem Spruch: „Ja das Essen ist ja fast schon wie ein Dschungelprüfung.“

Als Angelina nach einer Schatzsuche in einem Tümpel mit Blutegeln voll ist, ist es endgültig vorbei. „Ich glaube, ich gehe morgen“, verrät sie Tanja und Sara. Letztere hört aber gar nicht mehr zu, weil gerade der gewonnene Alkohol verteilt wird. „Sorry, ich bin Alkoholikern“, sagt’s und springt auf. Knallt auch gut auf fast leeren Magen.

Was gab es noch: Rolfe sorgt für Emotionen und berichtet vom Tod seiner Eltern.

Nur einer nimmt das mit dem Entertainen etwas ernst: Dschungelopi Walter. Vor der Dschungelprüfung motiviert er sich, „Tschakka“, spricht währenddessen mit den Krokodilen und Krebsen und zeigt sich völlig gelassen, leider aber auch langsam. So gibt es dann nur einen Stern. Vielleicht will Walter auf diese Art aber auch nur Angelina schneller loswerden. Wer weiß das schon.

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