Dschungelcamp: Notoperation, Kalauer, Bonjour Tristesse

Von: Madeleine Gullert
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Dschungelcamp
Notoperation: „Nur Baumharz“ ist die erleichternde Diagnose. Foto: RTL

Berlin. Es ist gerade einmal der zweite Tag im australischen Dschungel, da macht sich schon Heimweh und Melancholie breit. Bonjour Tristesse. Maren Gilzer langweilt sich und schwimmt vor lauter Verzweiflung in dem Dschungeltümpel.

Das macht sicher genauso viel Spaß wie in einem Planschbecken zu schwimmen. Um dann endlich mal mit den „tiefsinnigen Gesprächen“ zu beginnen, die sich Gilzer so sehr wünscht – denn wer wollte nicht seine tiefsten Gedanken mit wildfremden Hupfdolen teilen, die mal beim „Bachelor“ mitgemacht haben - überlegt sie laut, ob sie es einmal bereuen wird, keine Kinder zu haben. Ihr Ergebnis: nein. Es war dann doch eher eine Art Selbstgespräch.

Beinahe schon traurig ist Walter Freiwalds Job-Aufruf. Egal, ob Radio oder Fernsehen – er würde alles machen. Weinend beteuert er, dass er „noch nicht am Ende“ sei. Wie gemein es sei, dass RTL ihn habe fallenlassen. Zum Glück gibt es das „Dschungelcamp“, dann ist wenigstens Freiwalds Einkommen für dieses Jahr gesichert. RTLsche Wiedergutmachung.

Und dann ist da noch die vermeintlich so toughe Sara Kulka, die zur Dschungelprüfung antreten muss. „Ich bin der Opfer der Nation“, sagte die ehemalige „Topmodel“-Kandidaten vorher. Als sie dann zur „Hölle der Finsternis“ antreten soll, eine Höhle die teilweise durchflutet ist und in der natürlich fieses Getier gewesen wäre, bricht sie in Tränen aus. „Ich bin zu schwach dafür“, sagt Sara Kulka theatralisch. Und man weiß nicht, ob sie das ernst meint, oder ob sie einfach kein Interesse hat, sich zum Affen zu machen. Essen gibt es dann zwar nicht, aber bei der Topfigur reicht Kulka sicher auch das bisschen Reis, das den elf Kandidaten garantiert ist. Immerhin hat die junge Frau inzwischen erkannt, warum sie schon wieder gewählt wurde: weil sie vorlaut ist. „Ich wollte öfters mal meine Schnauze halten.“ Und ihre Prognose, dass sie nun immer wieder gewählt würde, trat zumindest diesmal erneut ein. Heute Abend muss Sara wieder ran.

Was sonst noch war? Das spannendste Ereignis im Camp war eine hochdramatische „Operation“ an Rebecca Simoneit-Barums Kopf. Die „Lindenstraßen“-Frau entdeckte plötzlich etwas Hartes an ihrem Kopf. Schnell macht sich die Sorge breit, dass es sich um Tiereier halten könnte, aus denen mindestens Godzilla oder ein Dinosaurier schlüpfen wird. Zum Glück ist „Ich-sehe-das-als-Herausforderung“-Dschungelstreber Jörn Schlönvoigt da: Als „GZSZ“-Serienarzt quasi prädestiniert und für am kompetentesten befunden, begutachtet er die Stelle an Rebeccas Scheitel. „Nur Baumharz“ ist die erleichternde Diagnose. Puuuh. Gerade noch einmal von der Schippe gesprungen. Mit viel Verve entfernt Jörn das Harz und mehrere Büschel Haare mit einer Pinzette. Toll. Ansonsten zünden die von RTL angedachten Konflikte noch nicht so. Besonders enttäuscht dürften die Dramaturgen davon sein, dass der vermeintliche Macho Aurelio Savino ganz freundlich, brav und zupackend ist.

Der Kalauer des Tages kommt von Patricia Blanco, als Tanja Tischewitsch ihr erklärt, was ein Hashtag ist. „Hashsteak, gibt es das auch mit Kräuterbutter?“ Vielleicht darf sie nach dem Dschungel ins Vorprogramm von Mario Barth.

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