Aachen - Dschungelcamp: Geschafft!

Dschungelcamp: Geschafft!

Von: Madeleine Gullert
Letzte Aktualisierung:
Dschungelcamp das große Wiedersehen
Die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich mit den Dschungelstars 2015.

Aachen. Es ist vollbracht. RTL hat eine neue Dschungelkönigin gefunden. Maren Gilzer, die mal esoterisch, mal als Lästermaul daherkam, darf sich die Krone aufsetzen. Ihre größte Tat: bei einer ekligen Essprüfung alles, sogar Kuheuter, in sich hineinzumümmeln.

Im Finale musste sie wie die anderen beiden noch einmal eine Prüfung absolvieren - sonst hätte RTL beim besten Willen auch nicht die Sendezeit füllen. können. Sie lag noch einmal in einer Wassergrube mit Schlangen. Die Zeit im Dschungel, das Gefühl von Freiheit und Natur habe sie sehr genossen, sagte sie später. Na klar.

Bei den handzahmen Mitbewohnern wurde es ja auch nicht unbequem. „Ich hab' sowas Wunderbares noch nie erlebt.“ Nur für den Zuschauer war es halt nicht so wunderbar. Menschen auf Feldbetten oder in Hängematten rumliegen zu sehen, ist zwar sehr meditativ, aber wer entspannen will, schaut doch Tierdokus oder die Übertragung von Bahnfahrten an.

Und Selbsterkenntnis änderte das Verhalten der Kandidaten auch nicht. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass die Zuschauer mich weiterwählen, ich dachte ich wäre zu langweilig“, sagte er im Finale. Lieber Jörn, bevor du dir zu große Hoffnungen machst: Du warst auch langweilig, die anderen aber auch. Streber Jörn wurde Zweiter. Im Finale musste er Getier ertragen, das in einen Helm um seinen Kopf gefüllt wurde. 

Laberbacke Tanja hat immerhin dafür gesorgt, dass das Dschungelcamp nicht auch noch zu einem Stummfilm wurde. Im Finale musste sie angebliche australische Spezialitäten verspeisen, darunter eine lebende Wasserspinne und eine Buschschweinvagina.

Dann hatten die drei es geschafft - und wir auch.

Wir, das sind die sechs Millionen Zuschauer, die das Dschungelcamp im Schnitt gesehen haben, die gesehen haben, wie Leute schlafen, spazieren, schweigen - und sich partout nicht streiten wollen oder auch nur irgendetwas Unterhaltsames anstellen wollen.

Sara und Walter, die mit dem meisten Potenzial, waren ja schnell raus. Warum sich das Camp trotzdem so viele Menschen angetan haben, kann man nicht wirklich erklären. Aus Gewohnheit? In der Hoffnung, dass doch noch etwas passiert? Aus einer Art Loyalität?

Wer die zwei Wochen durchgehalten hat, weiß, wie sich FC-Köln-Fans mitunter fühlen, wenn sie sich den Grottenkick ihres Vereins ansehen müssen. Aber als ausgleichende Gerechtigkeit gab es für das Durchstehen des Schnarchcamps einen FC-Sieg. Gar kein so übler Tausch.

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