„Dr. Tod” bietet „Sterbe-Workshops” in Großbritannien an

Von: kna
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London. Der umstrittene australische Arzt Philip Nitschke bietet in Großbritannien „Sterbe-Workshops” an.

Wie die Tageszeitung „The Guardian” am Dienstagabend auf ihrer Webseite meldete, erklärte der auch als „Dr. Death” (Doktor Tod) bezeichnete Mediziner rund 100 Teilnehmern in der britischen Küstenstadt Bournemouth, wie sie ihr Leben beenden können.

Er habe ihnen einen „Selbstmordbaukasten” vorgestellt sowie Filme gezeigt, die mögliche Wege in den Tod erklärten. Auch habe der Arzt ältere und schwer kranke Menschen eingeladen, seiner Sterberechtsorganisation „Exit” („Ausgang”) beizutreten.

Bournemouth ist laut Bericht für seinen hohen Anteil älterer Bürger bekannt. Rentner „wollen Wahlmöglichkeiten”, verteidigte Nitschke seine Aktion. Menschen begriffen das Recht zu sterben als ein „Grundrecht”. Er vermittele nur die nötigen Informationen, die es ihnen erlaubten, eine „legitime Wahl” zu treffen.

Kritik kam von der örtlichen Kirche. Ein katholischer Priester der Stadt nannte den Workshop falsch und mahnte, das Thema auf einer vernünftigeren Ebene zu diskutieren. Auch bei seiner Einreise am Samstag hatte Nitschke Probleme. Er wurde von der Einwanderungsbehörde festgehalten, aber nach einem Verhör wieder freigelassen.

Dem Bericht zufolge plant Nitschke, der wegen seiner Lobby-Arbeit für Selbstmord und Sterbehilfe auch als „Dr. Death” bekannt ist, weitere Veranstaltungen in den englischen Grafschaften East Sussex und Gloucestershire sowie in Schottland.
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