Berlin rätselt: Wer ist das „Steini-Girl?”

Von: dpa/tol
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Wer ist das "Steini-Girl"?
"Steini-Girl" ist vollbusig und „verknallt in Steinmeier”. Im Internet hat sich ihr Video rasant verbreitet. Aber das Geheimnis, wer die Schönheit ist, die dem SPD-Kanzlerkandidaten eine Liebeserklärung singt, ist noch nicht gelüftet. Foto: Wahlzeit.tv

Berlin. Sie ist vollbusig und „verknallt in Steinmeier”. Im Internet hat sich das Video rasant verbreitet. Aber das Geheimnis, wie die Schönheit heißt, die dem SPD-Kanzlerkandidaten eine Liebeserklärung singt, ist noch nicht gelüftet.

Die CDU hat jedenfalls „keine Ahnung”, wie es am Donnerstag aus dem Adenauer-Haus hieß. In dem süffisanten Video schmachtet die junge Frau Sätze wie „Weißes Haar und Silberblick, da machte es bei mir gleich Klick”.

Bislang geht die Geschichte des „Steini-Girls” angeblich so: Bei der Internetseite Wahlzeit.tv soll sich eine Jurastudentin aus der Nähe von Berlin gemeldet haben. Auf ihre Anregung hin sei der Clip produziert worden, sagte Wahlzeit.tv-Sprecher Björn Akstinat dem Audiodienst der dpa. „Sie findet ihn einfach sehr sympathisch.”

Ihren Namen möchte die 22-Jährige, die in Berlin studiert und nach eigener Auskunft wie die SPD gegen Studiengebühren und für Klimaschutz ist, aber ebensowenig nennen wie die Partei, die sie am Sonntag wählen wird.

Dafür verriet sie am Donnerstag im Studio des Fernsehsenders N24, dass ihre Freundin sie auf die Idee mit dem Videoclip gebracht habe. Die sei im vergangenen Jahr in den USA und vom Obama-Girl begeistert gewesen: „Los, lass uns mal auch so was in der Art machen - kannst du bestimmt!” Im US-Wahlkampf hatte ein Hotpants tragendes „Obama-Girl”, das sich per Trick neben den US-Präsidenten kopiert, für Aufmerksamkeit gesorgt. Dieses Video ist ebenfalls bei der Online-Videoplattform YouTube zu sehen.

Und noch eine Kleinigkeit gab die singende Hauptdarstellerin des deutschen Clips im N24-Interview preis: Eine Plattenfirma hat sich bisher noch nicht beim „Steini-Girl” gemeldet. Soll auch nicht ihr Ziel gewesen sein, wie sie bei Wahlzeit.tv verriet: „Ich möchte in erster Linie damit erreichen, dass die Leute am Sonntag wählen gehen. Und vielleicht ergeben sich dadurch auch ein paar lukrative Jobs für mich.”

Ob sich Frank-Walter Steinmeier das „Steini”-Video angeschaut hat, war in seinem Haus nicht bekannt. Auch ein eigener Wahlkampf-Gag wird dort ausgeschlossen. „Es kommt auf jeden Fall nicht von uns”, heißt es bei der SPD. Auch nicht von einer der anderen Parteien, beteuert die 22-Jährige.
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