Am 11.9. starb ihr Mann: Nun kam die Witwe bei Flugzeugabsturz ums Leben

Von: dpa
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Tragisches Schicksal: Beverly Eckert verlor am 11. September 2001 ihren Mann bei den Anschlägen auf das World Trade Centre. Sie saß nun in der Unglücksmaschine, die am Freitag in Buffalo abstürzte. Beverly Eckert starb beim Absturz, wie 48 weitere Menschen. Foto: dpa

New York. Beverly Eckert dachte, das Schrecklichste schon hinter sich zu haben: Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York war ihr Mann ums Leben gekommen. Am Donnerstag (Ortszeit) starb sie selbst in den Trümmern des Continental Flugs 3407 nur wenige Minuten vor der geplanten Landung in Buffalo im US-Bundesstaat New York.<br />

„Wir wissen, dass sie in dem Flugzeug war. Und jetzt ist sie bei ihm”, sagte ihre Schwester Sue Bourque, die sie am Flughafen in Buffalo abholen wollte. Wie die Zeitung „Buffalo News” weiter berichtete, hatte Eckert in der Heimatstadt ihres Mannes Sean Rooney am Eriesee seinen Geburtstag feiern wollen: Er wäre am Sonntag (15. Februar) 58 Jahre alt geworden. Zudem wollte sie an der Vorstellung eines Stipendiums teilnehmen, das sie zu seinen Ehren ins Leben gerufen hatte.

Rooney, ein Angestellter der Versicherungsfirma Aon Corp., arbeitete im 105. Stock des World Trade Center, als am 11. September die von islamistischen Terroristen gekaperten Flugzeuge in die Zwillingstürme rasten. Fast bis zum Schluss telefonierte er aus dem Inferno mit seiner Frau. „Die Leute unten gaben ihm Verhaltensregeln. Die hatten doch keine Ahnung, wie es oben war”, erzählte Eckert später.

Die beiden waren seit Schulzeiten ein Liebespaar. „Wenn Sean lachte, und das tat er oft, bewegten sich seine Schultern”, erinnerte sie sich auf einer Gedenkseite im Internet. „Die Fähigkeit, an fast jeder Situation eine humorvolle Seite zu finden, war sein Leben lang typisch für ihn.”

Nach den unfassbaren Ereignissen am World Trade Center blieb Eckert dem Bericht zufolge in dem gemeinsamen Haus in Stamford im US- Bundesstaat Connecticut wohnen. Als Vizevorsitzende des Vereins „Stimmen des 11. September” setzte sie sich für die Aufklärung möglicher Fehler nach den Anschlägen ein und kämpfte für eine angemessene Erinnerung an die Opfer.

Sie hatte den Leichnam ihres Mannes nicht begraben können - er war wie so viele andere in dem Inferno aus Schutt und Asche zu Staub zermahlen worden. Ihr selbst blieb nur ein Stück Metall, ein Rest des World Trade Centers. Auch von den Opfern des Flugzeugunglücks werden den Angehörigen nach dem dramatischen Brand nur wenige Erinnerungsstücke bleiben.

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