Ärzte transplantieren Franzosen neues Gesicht

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Paris. Französische Ärzte haben einem 28-Jährigen ein neues Gesicht transplantiert. Der durch einen Gewehrschuss entstellte Mann lag nach Angaben der Chirurgen rund 15 Stunden unter ihrem Messer.

Neben dem Gesicht musste auch der Kiefer rekonstruiert werden. „Der Patient ist wach, ihm geht es gut”, sagte Professor Laurent Lantieri am Samstag nach dem Eingriff in einem Krankenhaus in der Nähe von Paris. Um den Erfolg der Operation beurteilen zu können, sei es aber noch zu früh. Der Mann konnte sich bislang nur über eine Kanüle ernähren, weil er seinen Mund nach dem Unfall beim Tontaubenschießen weder schließen noch öffnen konnte.

Die Gesichtstransplantation in der Klinik Henri Mondor in Créteil am Freitag war erst die fünfte weltweit. Der erste Mensch, der ein Gesicht transplantiert bekam, war die Französin Isabelle Dinoire im Jahr 2005.

Die damals 38-Jährige war von ihrem Hund angefallen und schwer entstellt worden. Bei der Operation erhielt sie das Unterteil des Gesichtes - ein Dreieck aus Nase, Mund und Kinnpartie - von einer hirntoten Organspenderin. Zehn Monate nach der Operation konnte Dinoire ihre Lippen wieder schließen, nach 18 Monaten wieder normal lächeln.
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