Aachen - Alemannia wittert als beste Mannschaft der Rückrunde Morgenluft

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zur Webansicht Mi. 15.08.2018

Alemannia wittert als beste Mannschaft der Rückrunde Morgenluft

Von: pa
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Am Tivoli gibt es gerade etwas zu feiern. „Wir haben mit nun 43 Punkten den Klassenerhalt vorzeitig geschafft“, sagt Fuat Kilic. „Nach dem zähen Start mit acht Punkten aus acht Spielen, hätte damit zu so einem frühen Zeitpunkt niemand gerechnet“, grinst Alemannias Trainer. Das ist natürlich eine etwas kokette Feststellung. Die bislang beste Mannschaft der Rückrunde wittert gerade Morgenluft.

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Am Donnerstag lag Alemannias Prognose bei etwa 7000 Besuchern für das Topspiel im Tivoli. Foto: Björn Hellmich

„Wir haben Tuchfühlung mit den beiden führenden Teams. Jeder spürt, dass wir eine einmalige Chance haben“, sagt der 44-Jährige. Die Gruppe, die in großer finanzieller Not zusammengestellt wurde, hat plötzlich lauter Topspiele vor der Brust. Am Samstag etwa schaut der amtierende Tabellenführer KFC Uerdingen vorbei. Der Aufsteiger hat erkennbare höhere Ambitionen, plant mit einem für Regionalliga-Verhältnisse luxuriösen Kader den sofortigen Durchmarsch.

Am Tivoli wollen sie erst einmal ein paar Stopp-Schilder für den ehemaligen Bundesligisten aufbauen. „Wir wollen den Moment genießen“, sagt Kilic. „Im Gegensatz zum Gegner haben wir nichts zu verlieren.“ Der Trainer muss seine Abwehrformation schweren Herzens verändern. Alexander Heinze, der im Saisonverlauf bislang nicht mal eine Sekunde verpasst hat, ist nach seiner 5. Gelben Karte gesperrt.

Im Trainerbüro laufen seit Donnerstag die Planspiele. Zurück zur Viererkette? Dreierkette mit dem entsperrten Maurice Pluntke? Und ist der plötzlich torgefährliche Nils Winter nicht besser auf der linken Seite aufgehoben? Kilic lässt sich diesmal nur ungern in die Karten schauen, wenn das bislang wichtigste Spiel in dieser Saison ansteht.

Sicher ist nur, dass Tobias Mohr und Marcel Damaschek frühestens nächste Woche in den Kader zurückkehren, noch fehlt etwas die konditionelle Basis für den nächsten Westschlager. Am Donnerstag lag Alemannias Prognose bei etwa 7000 Besuchern für das Topspiel (600 aus Krefeld).

Für Kilic wäre das eher enttäuschend. „Zwischen 8000 und 10.000 sollten es schon werden“, hofft er.