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Kommentiert: Wirklich sonderbar

Ein Kommentar von Udo Kals

So langsam werden die Briten wirklich sonderbar. Da wird monatelang über den Brexit diskutiert und vor seinen Folgen gewarnt.

Und nun, da eine (knappe) Mehrheit in einem Referendum für den Abschied aus der EU gestimmt hat, wacht ein Land mit einem gehörigen Kater aus dem Brexit-Rausch auf und sieht, was durch die Abstimmung angerichtet worden ist. Für so manchen ist mit klarem Kopf dann doch zu viel Schnaps in der Idee, dem Kontinent den Rücken zu kehren.

Und jetzt? Jetzt will eine bereits von Millionen Unterschriften unterstützte Online-Bewegung ein neues Referendum erreichen, um den Fehler kurzerhand zu revidieren. Das klingt schwer nach Demokratie 2.0 – frei nach Motto: Beim ersten Mal haben wir uns verzockt, also drücken wir auf Reset und spielen noch mal eine Runde Brexit-Referendum. So geht es aber nicht.

Der Brexit ist unnötig und schmerzhaft. Aber die Briten müssen zu ihrem Votum stehen und ihre Konsequenzen daraus ziehen. Ein zweites Referendum würde Politik ab adsurdum führen.

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