Kommentiert: Warum Prinzessin Diana immer noch als Vorbild taugt

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Kommentiert: Warum Prinzessin Diana immer noch als Vorbild taugt

Ein Kommentar von Christoph Velten

Man muss Prinzessin Diana nicht ins Herz geschlossen haben, um wehmütig auf diesen Tag zu blicken. Viele werden sich noch erinnern, wo sie am 31. August 1997 waren, als sie vom Tod der damals erst 36-Jährigen gehört haben. So manch einer wird eine Träne verdrückt haben ob der schrecklichen Nachricht aus Paris.

Lady Di ist tödlich verunglückt, hieß es da. Gehetzt von Paparazzi, auf der Flucht vor der Welt – und auch immer noch ein Stück weit auf der Suche nach sich selbst.

Das Leben von Diana ist in erster Linie die Geschichte einer selbstbewussten Frau, die sich betrogen und isoliert den eigenen Gefühlen von Einsamkeit und Gefangenschaft stellen musste. Depressionen, Bulimie, Selbstmordversuche – all das gehört neben dem Glamour zu ihrer Biografie. Der offene Umgang damit macht sie zum Vorbild – bis heute.

Diana war eben mehr als nur die stets gut frisierte Ikone aus den bunten Blättern, die versuchte, sich in der Welt von Jetset und Königshaus zurechtzufinden. Sie war mehr als die naive Kindergärtnerin, die sich ein wenig blauäugig auf die Hochzeit mit dem britischen Thronfolger eingelassen hatte, mehr als all die vielen Vorurteile und Schlagzeilen, die in ihrem kurzen Leben über sie verfasst und veröffentlicht wurden.

Bei all der Aufmerksamkeit, die ihr in ihrem Leben zuteil wurde, hätte sie – wie so viele andere Prominente – durchaus auf die Idee kommen können, sich selbst wichtiger zu nehmen, als sie ist. Doch Diana stellte ihre Popularität stets in den Dienst der guten Sache. Die Nähe, die sie zu Aids-Kranken, zu Minen-Opfern, zu Hilfsbedürftigen und Kranken im Allgemeinen hatte, rührte aus den eigenen Tiefen, aus der eigenen Verletzlichkeit – und der daraus resultierenden Stärke.

Es kann einem nur Respekt abverlangen, wenn man sich das große Herz, die Grazie und Entschlossenheit dieser Frau ins Gedächtnis ruft. Vor allem ihre Kinder haben das trotz des schmerzlichen und frühen Verlustes längst erkannt. William und Harry führen ihr Erbe fort. Sie sind mit ihrer Offenheit und Herzlichkeit das Abbild ihrer Mutter – und damit die Zukunft der britischen Monarchie.

In einem Interview bezeichnete William seine Mutter kürzlich als „Lichtstrahl in einer ziemlich grauen Welt“. Elton John fand schon vor 20 Jahren im Trauergottesdienst für seine Freundin ähnliche Worte und sang „Candle in the wind“.

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