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Kommentiert: Vernunft statt Panik

Ein Kommentar von Sabine Rother

Hoffentlich wissen das die Wölfe auch: Wer verhaltensauffällig ist, bekommt Ärger, und das kann die Kugel aus einem Jagdgewehr sein.

Das Bundesamt für Naturschutz will zum Umgang mit Wölfen ein Konzept vorlegen, als Hilfestellung für Behörden. Doch die Umweltministerkonferenz, die gleichfalls den Wolf auf seine Tagesordnung gesetzt hat, kommt in der nächsten Woche dazwischen. 60 Wolfsrudel gibt es in Deutschland.

Viel wurde über die Angst gesprochen und geschrieben, vom Jäger, dem „bösen“ Märchentier, das Rotkäppchen und seine Großmutter verschlungen hat. Wann kehrt Normalität ein? Der Wolf ist scheu, aber er muss sich ernähren. Und es gibt Regionen, da ist etwa der Rotwildbestand zu hoch, weil natürliche Feinde fehlen. Na bitte. Auffällig werden Wölfe nicht, weil sie den Menschen mögen, sondern weil sie durch falschverstandene Tierliebe angelockt werden.

Was für ein grober Unfug. Dass das schiefgeht, müssten doch jene kapiert haben, die sich an Stadträndern vor Wildschweinen nicht mehr retten können. Die Schweine sind dreiste Fresser, sie wurden verhaltensauffällig, weil die Anwohner sie putzig fanden. Selbst die Handaufzucht eines Wolfes sollte nicht in die Wildbahn entlassen werden. Diese Tiere gehören in Parks.

Disziplin im Wald ist entscheidend. Man bleibt auf dem Weg, hält den Hund an der Leine. „Halbstarke“ Wölfe können schon mal neugierig auf einem Pfad stehen. Dann geht man still ohne wildes Rufen zurück. Fertig. Und Tierhalter müssen ohnehin für den Schutz ihrer Herde sorgen. Auch vor Dieben oder irren Quälern. Alles kann man dem Wolf nicht anlasten.

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