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Kommentiert: Trump gegen Kim

Ein Kommentar von Thomas Thelen

Kurz vor einer Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über neue Sanktionen gegen Nordkorea haben die USA einen deutlich abgeschwächten Resolutionsentwurf vorgelegt. Harte Konsequenzen, wie sie Nordkorea den USA im Fall verschärfter Sanktionen angedroht hatte, waren damit zunächst vom Tisch.

Wobei die Frage erlaubt sei, wie denn bitte sehr die harte Konsequenz Pjöngjangs ausgesehen hätte, wäre Washington bei der ganz harten Sanktionsvariante geblieben. Ein Krieg mit unabsehbaren Folgen ist immer noch die unwahrscheinlichste aller denkbaren Varianten.

Das Entgegenkommen Donald Trumps war mitnichten ein Entgegenkommen an Machthaber Kim Jong Un, vielmehr diente die abgemilderte Variante einzig und allein dem Ziel, die Veto-Mächte China und Russland im „Kampf“ gegen Nordkorea und sein Atomprogramm ins Boot zu holen. So lange die USA dieses diplomatische Bemühen erkennen lassen, besteht die berechtigte Hoffnung auf ein gutes Ende in diesem Konflikt.

Ob die Beteiligung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Konfliktlösung der Krise beitragen kann, weiß nicht einmal die Kanzlerin selbst. Merkels Angebot, in dem Konflikt zu vermitteln, ist aber allemal begrüßenswert. Es scheint ihr Ernst zu sein mit diesem Vorschlag. Jedenfalls steht die sie nicht in dem Ruf, ein solches Thema zu Wahlkampfzwecken auszuschlachten.

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