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Kommentiert: Peinlicher Auftritt

Ein Kommentar von Christoph Pauli

Natürlich hätte Schiedsrichter Felix Zwayer den Fall im direkten Dialog mit Roger Schmidt lösen können. Er muss es aber nicht.

Er muss nicht auf einen Trainer reagieren, der ihn wie einen ungezogenen Sohn gestenreich zu sich hin zitiert. Selbst wenn Zwayer dieser uncharmanten Aufforderung gefolgt wäre, hätte es die Lage nicht verbessert.

Oder glaubt wirklich jemand, dass Derwisch Schmidt sich hätte überzeugen lassen? „Jawohl, Herr Zwayer, so habe ich das noch nicht betrachtet. Da gehe ich doch mal direkt auf die Tribüne.“

Abwegig, ein Debattierzirkel hätte die Situation weiter vergiftet. Die Eskalation ist alleine das Verschulden des Leverkusener Trainers, der es auf eine kindische Machtprobe ankommen ließ. Der Trainer versuchte, den Druck auf die Unparteiischen zu erhöhen.

Noch peinlicher wurde es später, als Schmidts Vorgesetzter Rudi Völler ins Bild kam. Anstatt um Verständnis für seinen aufgebrachten Trainer zu werben, suchte Völler wieder einmal die Fehler bei den anderen.

Er wagte sogar die steile These, dass Bayer später wegen der Vorfälle einen durchaus berechtigten Elfmeter verweigert bekommen habe. Völler unterstellte Vorsatz, er schoss bei seinem nächsten legendären Wutanfall wieder einmal über das Ziel hinaus. Und war damit nicht alleine an diesem Tag.

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