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Kommentiert: Nächster Neuanfang

Ein Kommentar von Christoph Pauli

Alemannia ist vom Makel der Insolvenz also befreit. Der Verein gilt als saniert und schuldenfrei, das ist natürlich eine frohe Botschaft nach düsteren Monaten.

Die Gläubiger haben auf 68 Millionen Euro verzichtet. Eine unglaubliche Zahl, und gerne würde man erfahren, wer sich alles – in einem juristischen, vielleicht auch nur in einem moralischen Sinn – an diesem Verein versündigt hat. Dazu gibt es bislang allenfalls Andeutungen. Dieser 21. Januar 2014 ist der nächste Neuanfang.

Die Stunde Null ist in den letzten Jahren schon so oft ausgerufen worden, dass man der Uhr nicht mehr trauen mag. Die Ausgangslage ist leichter geworden, weil das Verfahren nahezu beendet ist. Aber die Ausgangslage ist gleichzeitig schwieriger geworden, weil es das Verfahren überhaupt gegeben hat.

Die Braut hat weiter an Attraktivität verloren. Und bloß, weil der Makel nun fehlt, stehen die Bewerber nicht Schlange. Es braucht schon viel Liebe wahlweise Leidensfähigkeit, sich für einen Viertligisten in den Gremien zu engagieren. Juristisch mag die Insolvenz beendet sein, die Folgen wird der Verein aber noch viele Monde spüren.

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