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Kommentiert: Leere Drohung

Ein Kommentar von Patrick Nowicki

Kettenrasseln war im Vorfeld der RWE-Aktionärsversammlung angesagt. Die Kommunen, die 24 Prozent der Wertpapiere des Energiekonzerns halten, waren gar nicht erfreut, dass sie auf eine Dividende verzichten müssen. Verständlich.

Sie mussten in den vergangenen Jahren auch den Verfall der Aktien hinnehmen und in ihren Haushalten abschreiben. Aber letztlich stellte sich die Drohung, dem RWE-Chef Peter Terium die Entlastung zu verweigern, als stumpfe Waffe dar. Was hätte dieses öffentliche Misstrauen auch bewirkt? Der angeschlagene Energiekonzern wäre weiter ins Wanken gekommen.

Das Vertrauen der Anlieger hätte weiter gelitten. Erfahrungsgemäß reagieren auch Börse und Rating-Agenturen sensibel auf solche Nachrichten. Alles Aspekte, die die Kommunen sicherlich vermeiden wollen. Nun tragen sie die Neuausrichtung des Konzerns mit. Man wolle sich an der Zukunft orientieren, teilte der Geschäftsführer des Verbandes kommunaler RWE-Aktionäre, Ernst Gerlach, am Mittwoch mit.

Auch bestätigte er Gespräche mit dem RWE-Vorstand. Über Inhalte schweigt er jedoch. Dabei war von vorneherein klar, dass die Kommunen letztlich zustimmen werden, ja müssen. Keiner sägt an dem Ast, auf dem er selbst sitzt.

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