Kommentiert: Ein Paukenschlag

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Kommentiert: Ein Paukenschlag

Ein Kommentar von Klaus Schmidt

Das darf man getrost einen Paukenschlag nennen. Wenn Joseph Blatter noch bis zum Wochenende in dem Glauben gelebt hatte – und wahrscheinlich auch jetzt noch fest in dem Glauben lebt –, dass es einen Fußballweltverband ohne ihn nicht geben kann, dann ist seine Vorstellung von einem Parallel-Universum nun pulverisiert worden.

Acht Jahre Sperre sind zwar nicht das von der Ethikkommission geforderte Strafmaß, sie kommen aber beim Blick auf das Geburtsdatum einer lebenslangen Sperre gleich. Der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert ist mit schwerem Gerät gegen Blatter und seinen einstigen Zögling Michel Platini vorgegangen. Das ist ein gutes Zeichen und lässt hoffen: Schluss mit diesen Mauscheleien, gegenseitigen Begünstigungen und mit diesem seltsamen Verständnis von Deals, für das die Welt da draußen schon lange jedes Verständnis verloren hatte. Blatter war bislang am Ende des Tages stets ungeschoren davongekommen, am Fliegenfänger hingen stets andere dieser feinen Herrschaften. Eckerts Spruch eröffnet die Chance auf einen wirklichen Neuanfang bei der Fifa. Dass Blatter und Platini reflexartig Einspruch angekündigt haben, überrascht niemanden. Aber diese beiden dürften Geschichte sein.

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