Kommentiert: Die Verunsicherer

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Kommentiert: Die Verunsicherer

Ein Kommentar von Bernd Mathieu

Und jetzt auch noch das: „Liebe Genossinnen und Genossen, bitte lasst euch nicht durch die Berichterstattung verunsichern. Ihr könnt mir und der gesamten Parteiführung vertrauen, dass wir das Beste für unsere Partei, aber auch das Beste für unser Land erreichen wollen.“ So hieß es am Freitag in der Video-Botschaft von SPD-Chef Martin Schulz an seine Basis.

Damit ist es endlich raus: Die verunsichernden Medien sind offenbar die Dramaturgen des öffentlichen SPD-Dilemmas. Nicht die SPD selbst. Nicht der SPD-Vorsitzende. Nicht der SPD-Vorstand. Nicht die Kritiker in der eigenen Partei. Schuld ist auch nicht der miserable Wahlkampf der SPD, der die Partei mit einem katastrophalen Ergebnis in diese anhaltende Krise gestürzt hat.

Es sind die Medien, die verunsichern und nicht die Akteure, die zunächst kategorisch erklärten, mit ihnen gebe es unter gar keinen Umständen eine große Koalition, um dann mit dem Hinweis auf den Bundespräsidenten davon allmählich abzurücken.

Kann man angesichts des Sondierungsdesasters auf der Jamaika-Seite und der Debattenlage auf der SPD-Seite nach dieser Berliner Woche ernsthaft die „Verunsicherung“ den Medien in die Schuhe schieben? Ausgerechnet diesmal wohl kaum.

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