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Kommentiert: Die Schlüsselfigur

Ein Kommentar von Christoph Pauli

Eine weiße Weste hat der DFB am Freitag nicht angezogen. Aber zumindest gibt es gute Anzeichen dafür, dass die eigene Affäre seit dem Rückzug von Wolfgang Niersbach sehr viel konsequenter und transparenter angegangen wird.

Die neue Riege versucht gerade, das brach liegende Feld „Glaubwürdigkeit“ zu beackern. Das ist eine wohltuende Entwicklung, denn bislang vermutete man, dass der DFB ein Verhältnis zur Wahrheit besitzt wie es Urlaubskatalogen nicht unähnlich ist.

Es soll nicht länger verschleiert werden. Die beauftragte Kanzlei Freshfields hat nur einen Zwischenbescheid abgegeben. Sie hat die Geldflüsse entschlüsseln können, danach war Franz Beckenbauer direkter beteiligt als bislang vermutet. Warum aber die Millionen in Katar im Imperium des dubiosen Fifa-Funktionärs Mohamed Bin Hammam landeten, bleibt spekulativ.

Es gibt keinen Grund für eine voreilige Schlussfolgerung, dass diese schöne WM 2006 nur durch Überzeugungsarbeit in Deutschland gelandet ist. Spannender werden die Ermittlungsergebnisse der Frankfurter Staatsanwaltschaft sein. Die Behörde hat andere Möglichkeiten und eine andere Aktenbasis. Mühsam werden nun die Puzzleteile zusammengetragen, die jahrelang gezielt verlegt wurden. Welches Bild dabei herauskommt? Es zeichnet sich ab, dass der Fußballkaiser vom Thron purzelt.

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