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Kommentiert: Das will sie nicht

Ein Kommentar von Bernd Mathieu

Martin Schulz will ein zweites TV-Duell mit Angela Merkel. Er fordert sie auf, mit ihm über Themen zu diskutieren, die im ersten TV-Duell nicht zur Sprache kamen.

Die Antwort aus dem Kanzleramt kannte Schulz – wie wir – gewiss vorher: Es wird kein zweites TV-Meeting der beiden Kandidaten geben. Merkel will das nicht.

Schade! Für die Wahlentscheidung vor allem der noch Unentschlossenen wäre es gewiss eine weitere Orientierung gewesen.

Wirklich? Das hätte vorausgesetzt, dass politisch erfahrene und kenntnisreiche Moderatoren (höchstens zwei!) mit relevanten Fragen die Dramaturgie beeinflussen und nicht vier an ihrer eigenen „Performance“ interessierten Selbstdarsteller.

Dass das Kanzleramt bestimmen durfte, in welcher Form das erste und einzige TV-Duell ablaufen sollte, ist ohnehin skandalös. Es wäre ein Zeichen journalistischer Unabhängigkeit gewesen, dann ganz auf diese seltsame Inszenierung zu verzichten. Debatte, Auseinandersetzung, die richtigen Themen: Das ist doch keine Bühne eines telegenen Versuchslabors, von dem wir wissen, dass es noch nie funktioniert hat.

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