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Kommentiert: Das Maß ist voll

Ein Kommentar von Jörg Abels

Vor zwei Wochen erst ein angesägter Freileitungsstrommast am Tagebau Inden, dessen 110.000-Volt-Leitungen auf die A4 hätten stürzen können.

Jetzt ein Brandanschlag auf die mit jeweils 30.000 Volt geladenen elektrischen Lebensadern des Tagebaus Hambach: In ihrem ideologischen Kampf gegen die Braunkohleverstromung ist Mitgliedern der linksautonomen Aktivistenszene mittlerweile offenbar jedes Mittel recht.

Dass sie mit ihren kriminellen Sabotageakten das Leben anderer gefährden, wird billigend in Kauf genommen. Hauptsache, dem verhassten Tagebaubetrieb gehen vorübergehend die Lichter aus. Damit rühmen sie sich im Internet und kündigen bereits weitere Aktionen an. Mit friedlichem Protest gegen eine nicht mehr zeitgemäße, aber aus Gründen der Versorgungssicherheit immer noch notwendige Strompolitik hat das längst nichts mehr zu tun.

Mehr noch: Indem sich die Brandstifter vom Sonntag im Internet auf einer Seite des linksautonomen Spektrums im Namen des Dürener Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen zu ihren Sabotageakt bekennen, verhöhnen sie alle Bemühungen auch der Umweltpartei um einen Friedensplan im Hambacher Forst und dürften damit auch den letzten Rückhalt in der Bevölkerung verspielen.

Das Maß ist voll. Der Rechtsstaat muss endlich alle erlaubten Mittel ausschöpfen, um die sich seit Jahren immer weiter drehende Gewaltspirale im Rheinischen Braunkohlerevier zu stoppen. Ansonsten dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis im Umkreis von Garzweiler, Hambach und Inden einmal Menschen ernsthaft zu Schaden kommen.

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