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Kommentiert: Das ist seltsam vereinsschädigend

Ein Kommentar von Christoph Pauli

Nach dem Mordanschlag hatte Thomas Tuchel mehr Zeit zur Aufbereitung gefordert. Wie soll man sofort wieder funktionieren, wenn man nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist?

Dortmunds Trainer hat durch seine wohltuend einfühlsame Moderation der extremen Situation viel Lob erfahren. Nur von der wichtigsten Stelle nicht. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stand da als kühler Technokrat, dem die Rückkehr des lukrativen Alltags wichtiger schien als das Seelenleben seiner Spieler.

Er stimmte zu, dass die Show am Tag nach dem Attentat schon wieder weiterging. Der Vorwurf scheint ihn getroffen zu haben, denn er reagiert ungewöhnlich unprofessionell und emotional. Er kritisiert seinen Cheftrainer in der wichtigsten Phase der Saison, spricht von einem zweifelsfrei vorhandenen „Dissens“. Watzke macht das gestörte Verhältnis publik und stellt seine eigene Befindlichkeit über die Belange des Klubs und der Mannschaft, die diese Debatte nicht braucht. Das ist seltsam vereinsschädigend.

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