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Kommentiert: DAS Aushängeschild

Ein Kommentar von Bernd Mathieu

Dieses Turnier übt eine einzigartige Anziehungskraft aus. Es ist international und es ist regional, es hat Eleganz und Bodenständigkeit gleichermaßen.

Der CHIO bedient verschiedene Zielgruppen, und das Besucher-Spektrum reicht vom absoluten Reitsport-Experten im Dressurstadion bis zum relativen Sportsfreund in der Partymeile des Soerser Winkels.

Die Verbindung des Aacheners und seiner Nachbarn aus dem unmittelbaren Umfeld zu diesem Turnier ist über Jahrzehnte gewachsen, und außer einem eher überschaubaren Murren bei wenigen ungeliebten Änderungen, vor Jahren etwa beim Wechsel der Geländeprüfung vom Aachener Wald in die Soers, hat es keine wirklichen Verstimmungen in der Heimat des CHIO gegeben.

Das ist die eine, die lokale Seite, eine sehr wichtige, weil auch die größte deutsche Sportveranstaltung von den Menschen in ihrer Stadt und ihrer Region lebt.

Die andere Seite schlagen wir im internationalen Wettbewerb auf, zum Beispiel, wenn es um Preisgelder geht. Noch vor einiger Zeit waren 50 Prozent der Preisgelder in Deutschland, heute sind es nur noch 20 Prozent – ein eindeutiges Indiz für die zunehmende internationale Konkurrenz.

Aachen hält da dank kluger Strategie und ebenso kluger professioneller Manager gut mit. Der CHIO ist deshalb weiterhin uneingeschränkt ein hochkarätiges Aushängeschild dieser Stadt, es ist ein Event der Extraklasse, und jeder, der hier über die Zukunft dieses Marketingschatzes mit zu entscheiden hat, sollte alles dafür tun, dass es noch lange so bleibt.

Das größte und am meisten anerkannte Turnier der Welt braucht mehr Platz. Das ist seit Jahren bekannt, und seit Jahren spielt dabei die Fläche des bald abzureißenden Polizeipräsidiums eine wichtige Rolle. Wer dieses Projekt der Erweiterung jetzt in Gefahr bringt, und es gibt solche Stimmen in der Aachener Kommunalpolitik, handelt mit großem Risiko.

Der Aachener Oberbürgermeister sollte dieses Thema zur Chefsache erklären – mit deutlich mehr Konsequenz als zuletzt bei der zu späten Debatte um das Büchel-Viertel mit dem Laufhaus oder im höchst peinlichen Umgang mit der Personalie des Generalmusikdirektors Kazem Abdullah.

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