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Kommentiert: Am Büchel ändert sich zumindest die Begrifflichkeit

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Wir haben in dieser Woche einen neuen Begriff zur Kenntnis nehmen dürfen, den man normalerweise nicht direkt mit Stadtentwicklung in Verbindung bringt: Lusthaus. Damit die Causa Büchel endlich ans Laufen kommt, soll zuerst das Bordell gebaut werden.

Von einem Laufhaus für die rot angestrahlte Beherbergungsstätte will da offensichtlich niemand mehr Reden. Lusthaus klingt irgendwie auch fröhlicher. Das macht Lust auf das Werden des Nikolausviertels, oder?

In Sachen Kriminalität hat sich das Ostviertel entwickelt – zum Positiven. Viele Jahre galten die Elsassstraße, der Elsassplatz, Teile des Adalbertsteinwegs und die Peliserkerstraße im Polizeijargon als „gefährliche“ und „verrufene“ Orte. Und brachten so ein ganzes Quartier in Verruf. In der Tat.

Die Polizeistatistik wies über lange Zeit ein ganz erhebliches Register an Straftaten aus. Einmal wurde sogar ein Polizist im Einsatz mit dem Tode bedroht, als er einen gesuchten Mann festnehmen wollte. Dass sich die Lage deutlich entspannt hat, bestätigte die Aachener Polizei in dieser Woche. Und schreibt das auch dem eigenen Handlungskonzept zu.

Vor allem die vielen Akteure, die sich um nachbarschaftliches Miteinander rund um den Elsassplatz bemühen, die auf soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit pochen und vor allem wollen, dass das Ostviertel als ganz normales Wohn- und Arbeitsquartier dieser Stadt wahrgenommen wird, werden die aktuelle Einschätzung begrüßen. Zu oft ist das Bild in der Öffentlichkeit ein anderes gewesen – notgedrungenermaßen. Bleibt zu hoffen, dass der positive Trend anhält.

Tour de France in Aachen: Wer das Spektakel liebt, wer sich für Radsport interessiert wird sich den Termin im Kalender angestrichen haben. Am 2. Juli wird die Zweiradelite von Düsseldorf kommend mit Ziel Lüttich durch Aachen rasen. Eher im Windschatten der Öffentlichkeit haben sich diese Woche einige Spitzenfahrer auf den Weg gemacht, um die Etappe schon einmal zu erkunden. Inklusive kurzer Stopp auf dem Markt.

Da sagte der OB brav „schönen guten Tag“ und weiter ging‘s. Schön war die Geste der Stadt, interessierten Journalisten die Begleitung der Fahrer auf dem eigenen Drahtesel anzubieten. Man möge nur beachten, dass eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 bis 35 Stundenkilometern Grundvoraussetzung sei, um mit von der fröhlichen Landpartie zu sein. Jeder, der einmal die Durchschnittsgeschwindigkeit auf seinem Tacho abgelesen hat, kann sich ausmalen, wie viele Kolleginnen und Kollegen das freundliche Angebot angenommen haben.

Die Woche in Aachen: Frostig wie lange nicht ging es zu. Natürlich nur wettertechnisch gesehen. Zumindest das soll sich in den kommenden Tagen ja ändern. Die Aussichten für das Wochenende sind so schlecht nicht. In dieses Sinne!

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