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Glosse: Blatter muss bleiben!

Ein Kommentar von Amien Idries

Schon wieder sieht sich der arme Sepp Blatter Attacken von missgünstigen Journalisten und profilsüchtigen Juristen ausgesetzt.

(Warum wollen eigentlich ausgerechnet die Amis der Fifa ans Leder? Weil oder obwohl die keine Ahnung von Fußball haben?)

Doch Blatter wäre nicht Blatter, wenn er sich nicht ein weiteres Mal selbstlos opfern würde. „Ich kann nicht aufhören“, soll er zu Uefa-Chef Platini gesagt haben. Weil der Fifa-Kongress bereits begonnen hat. Man kennt das: Blatter kennt als einziger die genaue Sitzordnung, hat auf Kommission und seinen Namen Getränke bestellt und einen schönen Musikmix für den Bunten Fifa-Abend zusammengestellt (Mit den Hits: „Money Makes The World Go Around“, „Mo Money, Mo Problems“ und „Get Rich Or Die Trying“).

Wie bitteschön soll der Kongress denn laufen, wenn Blatter sich so mir nichts dir nichts aus der Verantwortung stiehlt? Wer soll bei der Pressekonferenz die Fragen der Journaille abkanzeln und gebetsmühlenartig die Sprüche vom friedensstiftenden Sport in die Welt setzen? Eine solch undankbare Rolle will der Menschenfreund Blatter nun wirklich keinem anderen zumuten.

Deshalb: Blatter muss bleiben. Für die Dauer des Kongresses und darüber hinaus. Einen frisch wiedergewählten Chef wird man doch nicht einfach so absägen wollen. Wie sähe das denn aus? Außerdem muss ja jemand den nächsten Kongress vorbereiten. Mit Sitzordnung und Getränken. Da hat er halt Erfahrung.

Wie aber wird man die unsägliche Presse los? Da empfiehlt sich der Blick zurück und die Flucht nach vorn. Wie war das vor der WM 2014? Die kritischen Journalisten berichteten über alles Schlechte in Brasilien. Über teure Stadien und arme Menschen. Vorbei war der ganze Spuk erst am 12. Juni. Eröffnungsspiel. Endlich konnte sich die Welt auf das Wesentliche konzentrieren: König Fußball und seine friedensstiftende Wirkung.

Deshalb hilft nur eins: Die WM 2018 muss vorgezogen werden. Wäre doch gelacht, wenn es nicht gelänge, das Turnier mit ein paar Milliönchen… (ach nee, das gibt’s ja nicht mehr).

Also die WM eben vorverlegen. Auf den Sommer 2015. Der Spielplan ließe es jedenfalls zu.

Denn wenn der Ball rollt, gibt die Meute endlich Ruhe_SSRq.

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