Zwölfjährige in letzter Minute von Feuerwehr gerettet

Von: oha
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Die Feuerwehr hat am Montagabend ein zwölfjähriges Mädchen gerettet. Symbolfoto: dpa

Stolberg. Geradezu in letzter Sekunde ist am Montagabend ein zwölfjähriges Mädchen in Münsterbusch gerettet worden. Es wurde schwer verletzt ins Aachener Klinikum gebracht.

Wie die Feuerwehr am Dienstag weiter mitteilte, war kurz nach 20 Uhr ein Notruf bei der Leitstelle eingegangen. Der Anrufer, vermutlich aus der Nachbarschaft, meldete „eine bewusstlose Person“. Die Feuerwehr setzte sogleich einen Rettungswagen in Marsch. Als die Helfer an dem Mehrfamilienhaus am Schellerweg eintrafen, wurden sie allerdings stutzig. Sie riefen sicherheitshalber die Kollegen der Feuerwehr hinzu. Von der Feuerwache und der Löschgruppe Münsterbusch trafen rasch 20 Einsatzkräfte ein.

Die Feuerwehr verfügt über ein CO2-Messgerät, das sofort den Verdacht bestätigte: In dem Haus war Gas ausgetreten. Unter Atemschutz drang die Feuerwehr in das Haus ein. In einer Wohnung fanden sie das zwölfjährige Mädchen, das bereits völlig bewusstlos war und womöglich wenig später an einer Gasvergiftung verstorben wäre. Die Zwölfjährige wurde deshalb unverzüglich ins Klinikum gebracht. Die Gas-Konzentration in dem Haus war hoch und vor allem hochgiftig.

Ursache für die Belastung der Atemluft war offenbar ein Defekt an der Gas-Heizungstherme. Die Feuerwehr alarmierte einen Schornsteinfeger, der die Heizung fachmännisch abstellte. Außerdem pusteten die Wehrleute mit ihren Spezialgebläsen Treppenhaus und weitere Räume des Hauses gasfrei. Anschließend konnten die Wohnungen wieder betreten werden. Michael Junker, der die Feuerwehrkräfte leitete, hatte zwischenzeitlich auch die Polizei hinzu gerufen, die die Straße während der Rettungsarbeiten absperrte.

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, ist Heizgas in der Regel geschmacks- und geruchlos. Wenn das Gas irgendwo austritt, bemerkt der Mensch das oft zunächst nicht. Und dann kann es schnell zu spät sein. Während Rauchmelder inzwischen ja fast in allen Wohnräumen Standard sind, sieht es mit Meldeanlagen für CO2 noch anders aus. Die Warner sind zwar auf dem Markt erhältlich, aber noch keine Vorschrift.

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