Zwischen den Fronten: Frauen auf der Flucht

Von: shh
Letzte Aktualisierung:
12418931.jpg
Sie haben die Ausstellung eröffnet: Robert Voigtsberger, Susanne Goldmann, Annelene Adolphs, Khairunnissa Mazeena Ismai und Peter Schöner (Präsident des Europavereins GPB/von links). Foto: S. Henke

Stolberg. Anlässlich des Weltflüchtlingstages präsentierten die Stadt Stolberg und der Europaverein GPB mit Förderung der Gleichstellungsbeauftragten, Susanne Goldmann, und des gemeinnützigen Vereins „Förderung freier Informationen und Software“ (ffis) die Ausstellung „Zwischen den Fronten – Frauen auf der Flucht von und nach Europa“.

Eröffnet wurde die Ausstellung im Foyer des Rathauses von Robert Voigtsberger, Beigeordneter der Stadt Stolberg. Mindestens 50 Prozent aller Flüchtlinge sind Frauen und Mädchen. Angst ist der ständige Begleiteter von Frauen auf der Flucht. Angst vor Hunger, Krankheiten, Verlust der Angehörigen, Sorge um die Kinder und die ungewissen Zukunft sind sehr belastend.

Frauenschicksale verlaufen anders, so auch in Krisenzeiten. „Die Herausforderung, vor die mich Susanne Goldmann mit ihrer Idee gestellt hat, habe ich gerne angenommen. Vertreibung und Migration sind Themen, die uns seit Jahren bewegen“, erklärt Annelene Adolphs, Geschäftsführerin des Europavereins GPB. „Ich habe meine Forschungsarbeiten danach ausgerichtet und das Konzept für die Ausstellung entwickelt“, so erklärt sie.

Insgesamt 15 großformatige Plakate, viel Begleitmaterial und eine DVD mit Filmbeiträgen zeigen die Geschichten von Frauen und Mädchen zwischen den Fronten. Das Konzept umfasst Frauenschicksale von der frühen Antike bis hin zur heutigen aktuellen Flüchtlingssituation.

Deutlich wird hierbei, dass Flucht kein neues Phänomen ist, auch wenn das Thema derzeit brandaktuell ist. Flucht und Vertreibung zieht sich seit Jahrtausende durch die Geschichte. Das Ausstellungsmaterial zeigt auf, dass sich viele Aussagen und Vorurteile über Flüchtlingen von der Antike bis heute kaum geändert haben. Eine Kernfrage der Ausstellung lautet daher: Leben wir wirklich im 21. Jahrhundert? Besonders freut sich Annelene Adolphs auf die bereits angemeldeten Schulklassen. „Wie gesagt Migration und Flucht sind kein neues Phänomen, wir möchten mit unserer Darstellung die Jungen und Mädchen erreichen und offen über die gezeigten Inhalte sprechen“, erklärt Adolphs. Bis zum 26. August lädt die Ausstellung noch dazu ein sich mit der Geschichte von Flucht und Vertreibung, insbesondere mit den Schicksalen der Frauen, auseinanderzusetzen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert