Zwischen Champagner, Käse und Models: Ketsch

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Stolberg/Faches-Thumesnil. Jedes Jahr im Juni findet in der Partnerstadt ein zweitägiger Regionalmarkt statt. Um vom Wetter unabhängig zu sein, werden die Produkte im vielen Stolbergern durch Karnevalsveranstaltungen und andere Feste bekannten Rundbau Salle Jacques Brel verkauft.

In diesem Jahr verzeichnete der „Salon de lArtisanat et du Commerce” 43 Aussteller - mit einem neuen Konzept, das nicht nur regionale Nahrungs-und Genußmittel, sondern auch Kunsthandwerk und Dienstleistungen anbot.

Veranstalterin war die Force Economique, die Gemeinschaft der Faches-Thumesniler Kaufleute, die mit dem dortigen Partnerschaftskomitee das hiesige Komitee eingeladen hatten, Stolberg mit einer Spezialität zu vertreten.

Was lag näher, als Geschichte und ein fast historisches Produkt zu verbinden: das Ketschenburg Bier. Durch die großzügigeUnterstützung vom Re-Initiator des „Ketsch”, Dr. Rüdiger Fröschen, und die tatkräftige praktische Hilfe seines für den Vertrieb Verantwortlichen, Helmut Kappes, wurde diese Idee verwirklicht. Mit reichlich Bier, Stolberg- und Ketschenburg-Fahne, allerlei historischem Material über die Brauerei und aktueller Information über die Stadt Stolberg fuhren Helmut und Hélène Matheis sowie Gisela und Konrad Kopp vom Partnerschaftskomitee sowie Helmut und Brigitte Kappes nach Frankreich.

Nach Aufbau des eigenen Standes war Gelegenheit, die Angebote der anderen Aussteller zu begutachten. Es gab geräucherte Wurst- und Schinkenspezialitäten, so aus den berühmten schwarzen Schweinen von Korsika, eine Riesenauswahl Käsesorten mild und stark duftend, Marmeladen, Honig, Gelees mit und ohne Champagner, Getränke mit und ohne Prozente(n), auch das Faches-Thumesniler Bier La Guillaumette, das die Stolberger bei „Stolberg goes France” als zu schwer und zu süß empfanden, traumhafte Pralinen und Schokoladenkreationen. Zu den leiblichen Genüssen kamen Angebote an außergewöhnlichem Schmuck, etwa sehr dekorative Armreifen und Kettenhänger, Leuchter aus alten Silberbesteckteilen, Dienstleistungen wie Elektrogeräte-Ausstattung und - besonders anziehend für die Stolberger Männer - Ausgehfrisuren, vorgeführt an reizenden jungen Französinnen.

Damit die Eltern in Ruhe durch die Halle spazieren konnten, gab es reichlich Kinderbeschäftigung, drinnen und draußen: Karussell und Eisskulpturschnitzen, letzteres bei der Hitze am ersten Tag für den Künstler ein schwieriges Unterfangen, Kinderschminken und Töpfern.

Am Samstagabend stand vorzeitig fest, daß der Fußballverein von Lille das erste Mal nach 1946 wieder französischer Champion ist. Die Fans aus dem ganzen Großraum Lille, zu dem Faches-Thumesnil gehört, zog es am Sonntag zur Meisterfeier nach Lille. So war der Sonntag „mau” für professionelle Aussteller, aber beide Partnerschaftskomitees waren mehr als zufrieden mit dem Wiedersehen alter Freunde und sind sicher, noch mehr Bürger für die Partnerschaft interessiert und damit neue Freunde gewonnen zu haben.

Und das Ketsch: Es wurde kräftig probiert, fachmännisch eingeschätzt, vom Geschmack und vom Alkoholgehalt her für sehr gut befunden (die französischen Biere sind meist schwerer), gekauft und in das Wissen um die Historie der Partnerstadt Stolberg integriert.
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