Zweiter Wertstoffhof erhöht Gebühren

Von: -jül-
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Stolberg. Der Vorschlag der Grünen, einen zweiten Recyclinghof einzurichten, soll zunächst einmal auf Eis gelegt werden bis die Auswirkungen der Novellierung des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes für die Kommunen erkennbar sind, empfiehlt die Verwaltung dem Mittwoch tagenden Umweltausschuss.

Gegen eine vorzeitige Ausweisung des alten Bauhofes als einen solchen Standort führt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt eine lange Liste von Argumenten an. Die Einrichtung eines zweiten Wertstoffhofes würde das Klientel, das Abfälle ordnungswidrig in der Landschaft entsorgt, nicht von diesem Tun abhalten. Derweil seien Beschwerden wie Mengen „wilden Mülls” in den vergangenen Jahren konstant.

Wesentlich sind finanzielle Aspekte. Das Betreiben eines Wertstoffhofs durch Dritte verursache für die Stadt jährliche Kosten von rund 120.000 Euro, die zu einer vierprozentigen Erhöhung der Gebühren führen würden. Sie werden verursacht durch Infrastruktur, Personal, Transport und Beseitigung. Zwar werde es zu einer Verschiebung kommen, weil geringere Mengen auf dem Atscher Recyclinghof angeliefert würden, dies führe unter Beachtung der Fixkosten lediglich zu einer Einsparung von rund 8000 Euro.

Alter Bauhof nicht geeignet

Darüber hinaus eigne sich der „alte Bauhof” an der Industriestraße für eine solche Einrichtung keinesfalls, argumentiert Pickhardt. Einerseits benötige das Technische Betriebsamt die Fläche selber, andererseits habe vor Jahren die Nutzung als Standort für die wöchentlichen Grüncontainer zu Diebstählen und Verunreinigungen geführt. Darüber hinaus fehle die immissionsrechtliche Genehmigung für diesen Standort.

Sollte es dennoch zu einem Beschluss des Ausschusses über die Einrichtung eines zweiten Wertstoffhofs im Stadtgebiet kommen, sei es sinnvoll, diese erst im Rahmen einer Neuausschreibung mit weiteren Leistungen im Bereich der Abfallwirtschaft vorzunehmen, so Pickhardt weiter. Deshalb sollte die im Bundestag anhängige Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes abgewartet werden, die Änderungen auch zur Abfalltrennung vorsieht.
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