Stolberg-Zweifall - Zweifaller Narren öffnen ihren eigenen Dorfladen

Zweifaller Narren öffnen ihren eigenen Dorfladen

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Mit farbenprächtigen und einfallsreichen Kostüme prägten Zweifaller Initiativen den närrischen Lindwum der „Eschekülle“.

Stolberg-Zweifall. Ungläubig schauten die Zweifaller immer wieder zum Himmel. Wo blieb denn der angekündigte Sturm und Regen? Kälte Ja - aber vom Sturm und Regen keine Spur. Zeitweise schien sogar die Sonne als sich die 15 Zugnummern pünktlich um 11.11 Uhr in Bewegung setzen.

Vorsorglich hatte man aber Wagen mit Dachaufbauten das Mitfahren im Umzug untersagt. Und so musste ein großes Gefährt aus Werth nach einer kurzen Runde über die Jägerhausstraße seine Fahrt einstellen und am Straßenrand eine längere Pause einlegen.

Trotzdem hatten sich Zugteilnehmer und Besucher auf das angekündigte schlechte Wetter eingestellt. Über die Kostüme hatte man Plastikfolien und anderes schützendes Material gezogen. Und so wurde ebenso wie in der Innenstadt auch in Zweifall nach dem Motto verfahren: „Ein richtiger Karnevalist trotzt Wind und Wetter und lässt sich seinen Umzug nicht vermiesen“. Ein Umzug der es in sich hatte.

Denn Vielfalt und Ideenreichtum kamen auch diesmal wieder zum Tragen. Besonders deutlich wurde das bei den Fußgruppen, die sich auch in Zweifall überwiegend aus Nachbarschaftsinitiativen rekrutieren. Und so war wieder eine aus Jung und Alt bestehende 20-köpfige Gruppe mit dabei, die in Anspielung auf das Erfolgsprojekt Vichter Dorfladen als „Zweifaller Dorflädchen“ über Jägerhaus- und Döllscheidter Straße zog. Was wäre ein richtiger Dorfladen ohne Ausstattung? Um den Kundenwünschen gerecht zu werden hatten die Kinder und Erwachsenen die dazu gehörenden Produkte gleich mit gebracht. Das hieß, dass man als Süßigkeiten und Gemüse verkleidet war und auf Bollerwagen eine reichhaltige Palette an Lebens- und Genussmitteln bereit hielt. Mit dabei war auch diesmal wieder Altkarnevalist Hartmut „Harty“ Mathee. Er und drei junge Frauen hatten sich als Kartenspieler verkleidet.

Schützenhilfe kam aus Vicht und Schevenhütte. Deren Karnevalsgesellschaften hatten als Gefährt entsprechend bunt gestaltete fahrbare Untersätze gewählt – ohne großflächige Dachaufbauten. Das Zugende hatte sich die Gastgeber der IG Zweifaller Karneval selbst vorbehalten. Sie stellten zwei Fußgruppen und einen rollenden Untersatz. Für die musikalische Untermalung mit schwungvollen Karnevalsrhythmen waren unter anderem die Donnerberger Trompetenbläser und das Zweifaller Spielcorps verantwortlich.

Ebenso wie in den Vorjahren hatten die Organisatoren von der IG Zweifaller Karneval den Zugweg so gestaltet, das der Umzug am „Kaiserplatz“ – Straßenecke von Jägerhaus- und Kornbendstraße – gleich drei mal vorbei kam. An Besucher herrschte auch diesmal kein Mangel. So standen die Zuschauer im Einmündungsbereich von Werk- und Jägerhausstraße gleich in Dreierreihen. Weiter gefeiert wurde nach Zugende nicht nur im Festzelt an der Kornbendstraße, sondern auch auf dem kleinen Vorplatz an der örtlichen Sparkassenfiliale. Dort hatte die Zweifaller Feuerwehr eine Gulaschkanone aufgebaut und schenkte im Laufe der nächsten Stunden rund 75 Liter Erbsensuppe aus.

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