Zweifaller Karmelitinnen: Auch zum Jubiläum gibt es keine Antwort

Von: Michael Grobusch
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Laden zu verschiedenen Veranst
Laden zu verschiedenen Veranstaltungen anlässlich der 450-Jahr-Feiern des Teresianischen Karmels ein: Schwester Maria Regina (l.) und Schwester Katharina. Foto: M. Grobusch

Stolberg-Zweifall. Auch zum Jubiläum gab es keine Antwort vom Bistum. Wirklich überrascht hat das die beiden Zweifaller Schwestern Maria Regina und Katharina nach eigenem Bekunden nicht.

Und dennoch hatten sie insgeheim gehofft, dass ihr Brief an den Aachener Bischof vielleicht das Schweigen brechen könnte, das mittlerweile seit Jahren zwischen dem aus bischöflicher Sicht aufgelösten und damit nicht mehr bestehenden Karmelkloster und den auf den Anhöhen von Zweifall mit Unterstützung aus der Bevölkerung verharrenden Schwestern herrscht.

„Wir haben Bischoff Heinrich Mussinghoff bereits im September gebeten, die Schirmherrschaft zu den Feierlichkeiten zum 450-jährigen Bestehen des Teresianischen Karmels zu übernehmen und ein Grußwort zu schreiben. Leider haben wir bis heute keine Antwort erhalten”, bedauert Schwester Maria Regina. Es ist nicht der erste vergebliche Versuch der Kontaktaufnahme.

„Dabei ist dieser Brief doch wirklich eine versöhnliche Geste”, meint Schwester Katharina. Für die beiden in Zweifall verbliebenen Karmelitinnen hält sich das Verständnis in Grenzen: „Wir haben unsere Hand ausgestreckt. Warum macht das der Bischof nicht auch?” Ihren Stolz - und auch ihren Trotz - lassen sich die Beiden dadurch aber nicht nehmen. „Auch wenn man uns einfach ignoriert, lassen wir uns das Karmelitanische nicht absprechen.”

Das soll auch im Jubiläumsjahr zum 450-Jährigen des Teresianischen Karmels in Deutschland zum Ausdruck kommen. In Erinnerung an die Gründung der Ordensgemeinschaft durch Teresa von Avila in Spanien im Jahr 1562 werden auch in Zweifall mehrere Veranstaltungen in loser Folge stattfinden.

Den Auftakt markiert am morgigen Sonntag ein von den Würselener Spiritanern zelebriertes Jubiläumsamt um 8 Uhr in der Klosterkirche. Er wird musikalisch gestaltet von Sängerin und Freundeskreis-Mitglied Angela Busari sowie einer Blockflötengruppe aus Zweifall. „Das eigentliche Hochfest zu Ehren der Heiligen Mutter Teresa ist am Montag. Durch die Verlegung auf Sonntag wollen wir aber möglichst vielen Menschen die Teilnahme an der Feier ermöglichen”, erklärt Schwester Katharina.

Kein Kontakt zum Notvorstand

Am Nachmittag folgt ein weiterer Programmpunkt: Um 16 Uhr beginnt die Vernissage zu einer Fotoausstellung der Gesangsdozentin und Künstlerin Hanna Krieger, die 37 ihrer großformatigen Aufnahmen mit autobiografischem Bezug bis zum 2. Dezember ausstellen wird. „Wege - Lebenswege” lautet der Titel zu der Exposition, die täglich von 9 bis 17 Uhr über den Kircheneingang zugänglich ist - bei freiem Eintritt.

Eine Spende für das Kloster und die Schwestern ist aber durchaus erwünscht, schließlich ist das Konto des Klostervereins seit der Einsetzung eines Notvorstandes durch das Amtsgericht Aachen im August 2011 gesperrt. Und über die Beschwerde der Schwestern beim Oberlandesgericht Köln ist bis dato noch nicht entschieden worden. Funkstille herrscht auch zwischen der zum Notvorstand bestellten Ordensschwester Hildegard aus Auderath und den Zweifallerinnen.

Schwester Maria Regina bleibt gelassen: „Seit Beginn des Jahres hat es keinen Kontakt mehr gegeben. Und solange die gerichtliche Entscheidung aussteht, sehen wir auch keinen Anlass, dies zu ändern.”
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