Stolberg-Zweifall - Zweifaller auf dem Weg zur Naturpark-Schule

Zweifaller auf dem Weg zur Naturpark-Schule

Von: Luisa Houben
Letzte Aktualisierung:
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Haben an der Zweifaller Grundschule ein Insektenhotel gebaut: Heinrich Lentfort mit Sarah Krings, Charlott Hermanns, Til Beißel, Tom Isselmann, Chiara von Lindenau und Jule Hol. Foto: L. Houben

Stolberg-Zweifall. Noch haben Bienen, Wespen und Spinnen ihren Weg in das Insektenhotel nicht gefunden. Es wird einige Zeit brauchen, bis sie das sonnige Plätzchen vor der Grundschule in Zweifall für sich entdecken. Sehr einladend wirkt es in jedem Fall. Mit der Unterstützung und unter Anleitung von Heinrich Lentfort, dem Vater zweier Schüler, haben die Kinder während der Projektwoche zum Thema „Der Natur auf der Spur“ verschiedene Füllmaterialien wie Stroh, Rinde, Laub und Baumpilze selber gesammelt und den Kasten zusammengezimmert.

Begeistert erzählen die Erst- bis Viertklässlern ihren Eltern, Großeltern und Freunden über ihr Projekt. „Alle waren sehr fleißig und hochmotiviert“, bestätigt Heinrich Lentfort die Freude der Schülerinnen und Schüler. Nun muss beobachtet werden, welche Kleintiere sie in der nächsten Zeit in dem Insektenhotel begrüßen dürfen – hoffentlich jede Menge.

Alles über Regenwürmer

Eine andere der elf Projektgruppen, die neben Lehrerinnen der Schule auch von Eltern betreut wurden, gestaltete die vergangene Woche zum Thema: Regenwürmer. In einem Klassenzimmer berichten ein paar der Kinder von interessanten Details rund um den Erdboden-Bewohner.

„Mein Wurm wiegt genau drei Gramm und ist 18,1 cm lang“, berichtet der zehnjährige Malte Zimons und hält ein Einmachglas in der Hand. In der nassen Erde hat sich sein Schützling verkrochen. Davon, dass ein Regenwurm blind, taub und stumm ist, weiß auch sein Bruder Joah zu berichten. „Er atmet durch das Wasser, hat acht Herzen und droht, wenn er Sonnenbrand bekommt, auszutrocknen“, erzählt der Drittklässler.

Viel Wissenswertes haben die Kinder zusammengetragen, um es an diesem Projekttag präsentieren zu können. Die Türen der Schule sind allen Interessierten geöffnet um Selbstgebasteltes wie einen Biberbau, Fotos von ihren Ausflügen in den Nationalpark und Arbeiten rund um das Thema Wald und Natur zu bestaunen.

Mit allen Sinnen war die Gruppe der „Waldolympiade“ auf den Spuren der Natur unterwegs, und neben Insekten lernten einige Kinder auch verschiedene Vögel und ihre Singstimmen kennen. „Es war von großem Vorteil, dass immer nur 12 bis 14 Kinder in einer Gruppe waren“, stellt Ute Esser fest. Die Schulleiterin wirkt sehr zufrieden mit den kreativen, ideenreichen und abwechslungsreichen Projekten und deren Ergebnissen.

Neben einem vielfälligen Programm an Spielen steht auch der „Fagabundus“ des Fördervereins des Nationalparks Eifel auf dem Schulhof in Zweifall. Der Bus lädt die Gäste ein einzusteigen, um sich über Wald, Wasser und Wildnis in ihrer direkten Umgebung zu informieren.

Auf dem Weg, die Zertifizierung „Nationalpark-Schule“ des Vereins zu erwerben, sind die Zweifaller jetzt einen großen Schritt nach vorne gegangen. Mit viel Engagement der Lehrerinnen, Eltern und begeisterten Schüler wurde die Natur rund um die idyllisch gelegene Schule erkundet und den Spuren der artenreichen Bewohner gefolgt.

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