Stolberg - Zwei Wochen lang sollen die Türen geschlossen bleiben

Zwei Wochen lang sollen die Türen geschlossen bleiben

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Dass die notwendige Zustimmung von 75 Prozent aller Beteiligten erreicht worden ist, galt schon am Dienstag in Gewerkschaftskreisen als nahezu sicher.

Das offizielle Ergebnis der Urabstimmung, zu der die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen hatte und die am Dienstagmittag abgeschlossen worden ist, wird allerdings erst am Mittwoch bekanntgegeben. Sollte sich die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit – und davon gehen alle Beteiligten aus – tatsächlich für einen Arbeitskampf im öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst ausgesprochen haben, stehen auch Stolberg weit reichende Streiks in den städtischen Kindertagesstätten bevor.

„Die Beteiligung an der Urabstimmung war bei uns mit 95 Prozent überragend. Sie ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen bereit sind, für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessenere Bezahlung zu kämpfen“, erklärte Joachim Paul auf Anfrage unserer Zeitung. Der Verdi-Vertrauensleute-Sprecher für die Stadtverwaltung Stolberg hat nach eigener Aussage keine Zweifel daran, dass es einen „Erzwingungsstreik“ geben wird. Und der wird in der Kupferstadt voraussichtlich am kommenden Montag beginnen und zunächst zwei Wochen dauern. „Wir hoffen, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände dann ein verhandelbares Angebot vorlegt“, ließ Paul offen, wie es danach weitergehen könnte.

Offen war am Dienstag auch noch, ob von dem zu erwartenden Ausstand sofort alle 19 städtischen Kindertagesstätten betroffen sein oder einzelne Einrichtungen zunächst ausgeklammert werden. Die Antwort auf diese und zahlreiche weitere Fragen soll es am Mittwochabend bei einer internen Verdi-Veranstaltung in einer Stolberger Gaststätte geben, zu der auch Mathias Dopatka, Gewerkschaftssekretär für den Bezirk Aachen/Düren/Erft, erwartet wird.

Derweil steht das Ergebnis der Urabstimmung der zweiten involvierten Gewerkschaft bereits fest: Bei der Komba haben sich bundesweit exakt 96,53 Prozent für einen „Vollstreik“ ausgesprochen. „Damit steht ein unbefristeter Ausstand vor der Tür“, heißt es in einer Stellungnahme.

Diese Botschaft wird seit Dienstag auch den betroffenen Eltern in Stolberg übermittelt – von Komba und von Verdi. Ob für deren Kinder in der nächsten Woche von der Stadt Stolberg Notgruppen eingerichtet werden oder ob das Jugendamt andere Ausweichmöglichkeiten anbieten kann, entscheidet sich am Mittwoch. Die Stadt will im Laufe des Tages ausführlich Stellung beziehen.

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