Zwei Klassenzüge fehlen in den nächsten Jahren

Von: Laura Beemelmanns
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Wie sieht der Schulentwicklungsplan für die Jahre 2016 bis 2021 aus? Das ist am Mittwoch Thema im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST). Foto: Jonas Güttler/dpa

Stolberg. Der Schulentwicklungsplan für die Jahre 2016 bis 2021 wird bei der Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST) am Mittwoch Thema sein. Beraten wird unter anderem über zwei nicht versorgte Klassenzüge im Sekundarbereich I sowie die damit verbundene Schaffung weiterer integrierter Schulplätze in der Stolberger Schullandschaft.

Zudem wird die Verwaltung prüfen müssen, inwiefern mehr integrative Schulplätze, also Gesamtschulplätze, geschaffen werden können und wie sie sich gegebenenfalls auf die Stolberger Schulen auswirken. Die Stadt Stolberg arbeitet dabei eng mit dem Planungsbüro Dr. Garbe & Lexis aus Gütersloh zusammen.

Im Juni 2015 hatte der ASKST die Verwaltung damit beauftragt, die Schulentwicklungsplanung im Primar- und Sekundarbereich für den Zeitraum ab dem Schuljahr 2016/2017 zu überarbeiten und mit der Ausführung ein kompetentes Planungsbüro zu beauftragen. Im Büro Dr. Garbe & Lexis haben sie den entsprechenden Ansprechpartner gefunden.

Mit der Aufstellung des Schulentwicklungsplanes kommt die Stadt Stolberg damit dem Auftrag aus § 80 Abs. 5 des Schulgesetztes NRW nach, der vorsieht, dass „die mittelfristige Entwicklung des Schüleraufkommens, das ermittelte Schulwahlverhalten der Eltern und die daraus abzuleitenden Schülerzahlen nach Schulformen, Schularten und Orten des gemeinsamen Lernens“ darin berücksichtigt werden.

Das Anmeldeverfahren für das kommende Schuljahr läuft in Teilen noch bis zum 11. März. Lediglich die Gesamtschule Stolberg hat das Anmeldeverfahren vorgezogen, damit sich Schüler, die nicht angenommen werden konnten, noch an anderen Schulen bewerben können. Denn auch für dieses Schuljahr übersteigen die Anmeldezahlen dort wieder einmal das vorhandene Angebot. Insgesamt liegen allein 195 Anmeldungen vor, 108 Plätze können aber nur vergeben werden. Es gab 16 Anmeldungen von Schülern, die nicht aus Stolberg stammen, und 11 von Schülern, die einen Förderschwerpunkt haben. Demnach mussten insgesamt 87 Schüler abgelehnt werden.

Für die Ausarbeitung des Schulentwicklungsplanes wurden neben der Schülerzahlenentwicklung auch die vorhandenen Räume für die weiterführenden Schulen analysiert. Je Schule hat daher eine Begehung stattgefunden, in der die aktuelle Raumsituation unter Beteiligung der jeweiligen Schulleitung eingeschätzt wurde. Im Rahmen eines Workshops wurden die Ergebnisse allen Stolberger Schulleitern vorgestellt und erläutert. Es gab die Gelegenheit, sich darüber auszutauschen und die aufgestellten Zahlen zu prüfen.

In der Sitzung am Mittwoch werden die Ergebnisse vom beauftragten Planungsbüro vorgestellt. Sie dienen mitunter als Grundlage für Maßnahmen, die im Rahmen der zwei fehlenden Klassenzüge unternommen werden müssen. Schließlich verlassen jährlich rund 500 Stolberger Schüler die vierte Klasse und wechseln auf eine weiterführende Schule.

Erste Erkenntnisse der Auswertungen von Dr. Garbe und Lexis sind bereits jetzt in der Vorlage zur Sitzung zu finden. Demnach wirke sich der demografische Wandel in Stolberg nur geringfügig aus. Die prognostizierten Einschulungszahlen seien im Prüfzeitraum konstant. In der längerfristigen Betrachtung bis zum Jahr 2025 erfolge dann ein Rückgang bei den Schulneulingen.

Daraus erfolge, dass alle Stolberger Grundschulen im Bestand stabil seien und keine schulorganisatorischen Maßnahmen einzuleiten seien. Und auch aus den stabilen Geburtenzahlen sei zu erkennen, dass eine Konstanz bei den Viertklässlern bis zum Jahre 2024 gegeben sei. Diese Schüler würden dann zudem einen Schulplatz im Sekundarbereich I benötigen.

Bei einer durchschnittlichen Klassengröße von 27 Schülern bedeute das, dass 19 Züge vorhanden sein müssten. Aktuell gebe es jedoch nur 17 Züge – vier am Goethe-Gymnasium, drei am Ritzefeld-Gymnasium, drei an der Realschule Mausbach, vier an der Gesamtschule und drei Züge an der Sekundarschule. Somit käme es insgesamt zu einer Unterversorgung von mindestens zwei Zügen, der man entgegenwirken müsse.

Die öffentliche Sitzung des ASKST beginnt am Mittwoch um 18 Uhr im Ratssaal I im Stolberger Rathaus.

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