Zum Schutz vor Überschwemmung das Wasser besser verteilen

Von: Heike Eisenmenger
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Tritt in regelmäßigen Abständen über die Ufer: Der Münsterbach in der Spinnereistraße. Das Hochwasser in 2007 bescherte Anwohner Fritz Palm einen Schaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Atsch. Hochwasser ist ein immer wiederkehrendes Problem für die Anwohner an der Spinnereistraße. Gerade zur Zeit der Schneeschmelze neigt der Münsterbach aufgrund der vermehrten Wasserzuführung dazu, über das Ufer zu treten, angrenzende Keller werden überflutet.

„Was das für eine Schweinerei ist, kann man sich ja vorstellen, da hängt ja der ganze Dreck und Schlamm mit drin und es dauert eine kleine Ewigkeit, bis die Feuchtigkeit aus dem Gemäuer ist”, weiß Anwohner Fritz Palm zu berichten.

Die Lösung für das Problem ist nach Meinung der Anwohner an zwei Punkten festzumachen. So soll die kleine Brücke, die den Münsterbach überspannt, höher gelegt werden, damit sich mitgeführte Äste nicht dort verfangen könne.

Das ursächliche Übel aber sehen die Anwohner in dem alten Wehr vor der ehemaligen Aktienspinnerei. Dort wird der Lauf des Münsterbachs in drei Arme geteilt. Während der Hauptlauf direkt durch die Hamm fließt, versorgten zwei Läufe die ehemalige Textilfabrik mit Produktionswasser. Das Wehr, das außer Funktion ist, werde zu einem Sammelort für mitgeführtes Holz, das von den Fluten mitgerissen werde und sich leicht an wenig durchgängigen Stellen verfange. Das glauben zumindest die Anwohner. Josef Braun, Leiter des Fachbereichs II der Stadt Stolberg, sieht das anders, zumal das Wehr kein Wehr, sondern ein Schütz sei.

Der Wasserverband Eifel-Rur prüfe zur Zeit, ob die Verteilung des Wassers auf die beiden verbliebenen Arme, die über eine Werkkrone Wasser erhalten, sinnvoll sei, so Braun. Die Idee, die Holzbrücke, für die es indes nie eine Genehmigung gab, ein Stück höher zu setzen, sei verworfen worden, vielmehr setzt man auf die bessere Wasserverteilung. Eine entsprechende Genehmigung für die Brücke wird seitens der Stadt Stolberg auf den Weg gebracht.

Auch für die Gasleitung, die parallel zur Brücke den Münsterbach überspannt, gibt es keine Genehmigung. „Die Gasleitung stammt aus der Zeit der Zusammenlegung. Natürlich werden wir nachträglich eine Genehmigung einholen, aber es müsste klar gesagt werden, dass die Sicherheit dieser Leitung gewährleistet ist”, stellt Andreas Ihrig, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Energie- und Wasserversorgung klar.

Die Sorge einiger Anwohner, mitgeschwemmtes Treibgut könnte beim Auftreffen auf die Leitung zu einer Explosion führen, kann Ihrig nehmen: „Das sind Leitungen mit Stahlummantelung, da passiert nichts.”
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