Stolberg - Zum letzten Mal wird motiviert: Auszahlung der Boni endet

Zum letzten Mal wird motiviert: Auszahlung der Boni endet

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Boni gibt es nicht mehr: Von diesem Jahr an kommen die Stolberger Fußballvereine für die Hälfte der Verbrauchskosten auf. Foto: J. Lange

Stolberg. Es ist das letzte Mal, dass die Kupferstadt in ihre Schatulle greifen muss, um Fußballvereinen die so genannten Motivationsboni auszuzahlen. Die Verträge zu den seit 2006 geltenden Regelungen zu diesem merkwürdigen Konstrukt sind Ende vergangenen Jahres ausgelaufen.

Knapp 80.000 Euro fließen noch einmal an die Vereine.

Die neuen Nutzungsverträge für die Fußballplätze sprechen eine andere Sprache. Wahlweise entweder in Form eines auf zunächst fünf Jahre geschlossenen Rahmenvertrages oder aber in Form einer für 30 Jahre geltenden Übernahme des wirtschaftlichen Eigentums übernehmen die Kicker 50 Prozent der verbrauchsabhängigen Kosten der Sportanlage bei Strom, Heizung, Frisch- und Abwasser; der Verein zahlt die Abfallentsorgung komplett.

Mit allen 13 Clubs wurde Ende vergangenen Jahres diese grundlegende Vereinbarung individuell geschlossen. Um durchschnittlich 135.000 Euro wird ab 2017 der städtische Etat entlastet, hat Sportdezernent Robert Voigtsberger vorgerechnet: rund 57.500 Euro an Kosten und rund 82.000 Euro an Motivationsboni (im Jahr 2014).

Zur Erinnerung: Diese Zahlungen wurden eigentlich erfunden, um die Kosten der Sportplätze zu senken, indem die Vereine motiviert werden sollten, Verbrauchskosten einzusparen, die die Stadt bezahlt.

Errechnet wurde dazu ein Referenzwert auf Basis der Jahre 2001 bis 2003. Mindestens 50 Prozent der eingesparten Kosten erhielt dann der Verein ausbezahlt plus einer nach Anzahl der Mannschaften gestaffelten Quote: Summa summarum bis zu 80 Prozent. Darüber hinaus bestanden je nach Eigentumsverhältnissen, technischer Ausstattung und Struktur der Sportanlage weitere Abweichungen: Das betraf in erster Linie ASA Atsch und FC Columbia, Adler Büsbach, DJK Dorff und BSC Schevenhütte.

Im Ergebnis zahlte die Stadt 100 Prozent der Energiekosten und schüttete Geld auf Basis überholter Werte aus. Unter dem Strich für 2015 steht eine theoretische Einsparung von 117.627,75 Euro, von denen 79.557,73 Euro ausgezahlt werden. Weitere 3233,43 wurden in Breinigerberg (1446,11 Euro) und Venwegen (1787,32 Euro) an höheren Verbräuchen registriert, die nicht erstattet werden müssen.

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