Stolberg-Vicht - Zum Jubiläum bleibt der Pokal beim VfL

Zum Jubiläum bleibt der Pokal beim VfL

Von: Dirk Müller
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Der Jubel kennt keine Grenzen, nachdem die Vichttaler beim eigenen Jubiläumsturnier den Cup geholt haben. Foto: D. Müller

Stolberg-Vicht. Am Ende hat der Verein nicht nur als Ausrichter des Fußballturniers überzeugt, sondern auch sportlich: Der VfL Vichttal gewann den Jacobs-Automobile-Cup auf dem Dörenberg –was den Vichttalern in der vier Jahrzehnte währenden Geschichte ihres Sommerturniers zuvor nur ein einziges Mal gelungen war, nämlich bei der Premiere 1976, als noch um den LBS-Pokal gespielt wurde.

Es folgte der Hammer-Pokal, und seit zehn Jahren der Jacobs-Automobile-Cup. Bei der 40. Auflage des großen Sommerturniers verpasste dagegen Finalist SV Breinig seinen 20. Sieg und musste sich jetzt der ersten Mannschaft der Gastgeber geschlagen geben.

Doch danach sah es zunächst gar nicht aus: Das erste Tor im gut besuchten Sportpark Dörenberg fiel erst in der 69. Minute, und Nico Dautzenberg brachte damit den SV Breinig in Führung. Aber nur drei Minuten später glich Oliver Weitz für den VfL aus, und die Schlussphase der packenden Partie hatte es in sich. Dominik Lenzen erzielte in der 80. Minute das 2:1 für die Vichttaler – und damit auch seinen sechsten Treffer in dem Turnier, so dass er später zum Torschützenkönig des Jacobs-Automobile-Cups gekürt wurde. Zuvor jedoch war es an Patrick Comuth, für die Gastgeber die Entscheidung zu erzielen. In der 86. Minute traf er zum 3:1 Endstand.

Der „Sieg dahoam“ war perfekt, und das I-Tüpfelchen auf den Cup bereitete den Gastgebern die zweite Mannschaft, die siegreich aus dem Spiel um den 3. Platz hervorging. „Nachdem uns schon die Germania Lich-Steinstraß kurzfristig die weitere Teilnahme am Turnier abgesagt hat, trat nun auch die Hertha aus Walheim nicht zum Spiel um den 3. Platz an“, bedauerte Thorsten Meier vom VfL-Vorstand. „Umso erfreulicher war es, dass die Mannschaft von Eintracht Kornelimünster kurzfristig eingesprungen ist und so dankenswerter Weise das kleine Finale gerettet hat.“

Ein Spiel, bei dem Vichttal II durch ein Tor von Kevin Thörner in der 15. Minute in Führung ging und in der zweiten Halbzeit so richtig warm gespielt war. Sebastian Lück machte das 0:2 in Minute 67, und im Zwei-Minuten-Takt ging es weiter: Tobias Reul traf in der 69. und Thörner erneut in der 71. Minute. Kurz vor dem Abpfiff gelang Reul sein zweiter Treffer zum 0:5-Endstand in der Partie. Die doppelte Siegesfeier auf dem Dörenberg ging dann nahtlos in die „Ibiza white Party“ über, bei der viele Gäste in weißen Kleidern zur Musik von DJ „delaForce“ und seiner Band „Art of Life“ fröhlich feierten.

Wie auch die vielen freiwilligen Helfer aus den Reihen des VfL Vichttal, hinter denen zwei ereignis- und vor allem arbeitsreiche Turnierwochen liegen. Dementsprechend dankte Meier bei der Siegerehrung sowohl den Sponsoren, als auch den fleißigen Ehrenamtlern, die den Cup möglich gemacht haben. „Jetzt freuen wir uns darauf, entspannt andere Turniere zu besuchen sowie Fußball und Atmosphäre zu genießen, ohne selbst den großen Aufwand zu betreiben, der hinter solchen Veranstaltungen steckt“, sagte Meier.

Sein Fazit hinsichtlich des Jacobs-Automobile-Cups fällt trotz des spontanen Aussteigens zweier Mannschaften positiv aus: „Es war ein rundum gelungenes Turnier, und bei der 40. Auflage spielten die Teams beinahe ausnahmslos in bestem Jubiläumswetter. Wir haben viele torreiche Spiele gesehen, die Zuschauer-Resonanz war gut, und auch die Rahmenveranstaltungen sind gut angenommen worden.“ Besonders der Auftakt, als der VfL zahlreiche Besucher bei der großen Mallorca-Party empfangen hat.

Mickie Krause, Ikke Hüftgold und DJ Düse hatten für beste Stimmung gesorgt, bevor am folgenden Tag die erste sportliche Begegnung die wohl torreichste in vier Jahrzehnten des Cups war: Grün-Weiß Mausbach bezwang den FC Stolberg nach Elfmeterschießen mit 17:16. Im Viertelfinale unterlagen die Mausbacher dem späteren Sieger Vichttal dann mit 14:0. Gegen die danach ausgestiegene Hertha Walheim reichte Vichttal I im Halbfinale ein 1:0, um in das Endspiel zu gelangen.

Weiße Party zum Abschluss

Bei der Halbzeit der beiden Turnierwochen ging es gesellig zu, als die Radsportgruppe, die für die Mexiko-Hilfe in die Pedalen tritt, ihr 20-jähriges Bestehen feierte, und auch das Motto der „Ibiza white Party“ kam gut an. Zum Abschluss des Cups sorgten viele in Weiß gewandete Gäste für besonderen Flair auf dem Dörenberg. Einen Wermutstropfen, der viel schwerer wog als das Aussteigen von zwei Teams, habe es dennoch gegeben, meinte Meier: „Es ist sehr schade, dass unser Ehrenvorsitzender Bernd Schnitzler, der das Sommerturnier vor vier Jahrzehnten federführend aus der Taufe gehoben hat, leider schwer erkrankt ist und die 40. Auflage mit dem Sieg unserer ersten und dem 3. Platz unserer zweiten Mannschaft nicht live miterleben konnte.“

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