Zukunft der Stolberg-Touristik: Außerhalb des Rathauses

Von: -jül-
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Setzt bei der Stolberg-Touristik auf politischen Konsens: Bürgermeister Ferdi Gatzweiler.

Stolberg. Nicht nur zuversichtlich, den Dienstbetrieb über die Zeit der Kupferstädter Weihnachtstage hinaus zu sichern, sondern die Stolberg-Touristik mittelfristig zukunftsgerecht zu strukturieren, ist Ferdi Gatzweiler.

Nach einem ausführlichen Gespräch mit Vertretern der Fraktionen ist der Bürgermeister guter Dinge, dass die Parteien den erfolgreich eingeschlagenen Weg einer touristischen Vermarktung der Kupferstadt weiterhin gemeinsam und im Konsens gehen werden.

Es soll wohl kein Politikum daraus gemacht werden

Weitere Details sollen zwar erst im Umfeld der Sitzungen der Fraktionen an kommenden Montag abgestimmt werden, doch besteht offensichtlich Einigkeit im Spektrum des Rates, dass im Sinne der Sache die organisatorischen Strukturen der Stolberg-Touristik nicht zu einem Politikum werden sollen.

„Ich bin hoffnungsvoll, dass wir in der Sitzung des Rates am 7.Dezember zu einer guten Entscheidung für den Tourismus in unserer Stadt kommen werden”, zeigt sich Gatzweiler überzeugt. Denn das interfraktionelle Hintergrundgespräch diente nicht nur zur Aufklärung über die personellen Strukturen der im gemeinsamen Amt mit Kultur, Veranstaltungen und Wirtschaftsförderung angesiedelten Touristik, sondern bot auch den Blick auf Perspektiven einer veränderten organisatorischen Ausrichtung.

Ehrenamt stärker einbeziehen

„Das ehrenamtliche Engagement soll intensiver in die Arbeit einbezogen, die Abteilung aus den starren Strukturen einer Verwaltung herausgelöst werden”, nennt der Bürgermeister das Ziel auf einem Weg, dessen Stationen noch zu beschreiben sein werden.

Unverzichtbar für die Vermarktung der Kupferstadt mit ihren geschichtsträchtigen Wurzeln sei daher eine intensivere Einbindung der ehrenamtlich engagierten Fachleute - von Historie über Ingenieurwesen und Geologie bis in der Natur - in die inhaltliche Konzeption einer touristischen Darstellung. Organisatorisch könne ein solches Expertenteam Keimzelle eines zu gründenden Fördervereins werden.

Leistungsträger sind gefordert

Der wäre auch erste Adresse für die Leistungsträger der touristischen Infrastruktur, denn mittelfristig könnte ein solcher Förderverein Träger der Stolber-Touristik werden, an den die Verwaltung ihre (beiden) Mitarbeiter entleihen würde. „Mehr als diese Stellen und überschaubare Sachkosten wird die Stadt nicht leisten können”, macht Gatzweiler mit Blick auf die Finanzen der klammen Kommune klar, dass die touristischen Leistungsträger gefordert sein werden, sich auch finanziell einzubringen.

Mit diesem Modell greift der Bürgermeister nicht nur auf die Vorschläge aus dem touristischen Basiskonzept von Dr. Robert Datzer zurück, sondern ist sich auch einig mit der Gesellschaft für Stadtmarketing, die eine Herauslösung der Stolberg-Touristik aus den Zwängen einer Verwaltung bereits seit langem wünscht und diesen Weg mit Rat und Tat begleiten möchte.
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