Stolberg - Zuhörer stehen im „Piano“ schnell auf den Tischen

Zuhörer stehen im „Piano“ schnell auf den Tischen

Von: dö
Letzte Aktualisierung:
11438874.jpg
Erstklassige Besetzung: Markus Plum, Yavuz Duman, Max Sonntag, Missi Wainwright-Schneider und Peter Sonntag (v.l.) gehörten neben Reno Schnell und Martin Mersmann (nicht auf dem Bild) zu den Protagonisten des hochkarätigen Konzertes im „Piano“.

Stolberg. Das Improvisationstalent und die Experimentierfreude von Peter Sonntag scheinen keine Grenzen zu kennen. Angepasst an den Geschmack des Publikums und der eigenen Spiellaune geschuldet werden Kompositionen während des Konzertes verändert und umgestellt sowie neu interpretiert.

Diese Fähigkeit Musikstücke spontan umzuformen und zu variieren, stellte der aus Stolberg stammende Bassist jetzt unter Beweis, als er gemeinsam mit seinen Kollegen von der Band „Reno Schnell feat. High Voltage Overhead“ in der Altstadtkneipe „Piano“ ein Konzert gab.

Eigendynamik

Gekennzeichnet wird dieser Musikstil davon, dass von bekannten Titeln quasi als Erkennungsmelodie einige Takte gespielt und dann umgehend verändert werden. Dadurch entwickeln die Stücke Eigendynamik und nehmen unverhofft eine ganz andere Richtung ein.

Hochkarätige Darbietung

Geprägt war das Konzert überwiegend von melodischer Rock-, aber auch von Soul-, Funk- und Jazzmusik. Neben Peter Sonntag am E-Bass gehörten zu den Protagonisten der brillanten und hochkarätigen Darbietung Reno Schnell an der Gitarre, Max Sonntag am Schlagzeug, Markus Plum an der Posaune, Martin Mersmann am Keyboard, Yavuz Duman an der Trompete sowie Missi Wainwright-Schneider, die den Gesangspart übernommen hatte.

Stimme eine Besonderheit

Auch wenn Erstklassigkeit und die Fähigkeit zum Experiment alle Protagonisten kennzeichnete, muss die Darbietung und der Auftritt von Missi Wainwright-Schneider besonders hervorgehoben werden. Schließlich ist ihre Stimme eine Besonderheit. Denn nicht laut und schrill setzte sie ihre Stimme ein, sondern eher gefühlvoll und leise: So entsteht der Eindruck, dass Wainwright-Schneider die Texte und Worte nur ins Mikro haucht und geradezu grazil und zärtlich zelebriert.

Ebenso gut in Szene konnte sich Yavuz Duman mit seiner Trompete in Szene setzen, der gleichfalls wie die Sängerin inzwischen zur Stammbesetzung der erfolgreichen Band gehört.

Den Besuchern, die dicht gedrängt im Raum standen oder auf Tische und Stühle geklettert waren, gefiel das zweistündige Programm. Immer wieder gab es lautstarken Szenenapplaus und das ein oder andere Stück wurde durch Klatschen oder Mitsingen begleitet: Selbst Ansätze von Tanz und andere Bewegungen war angesichts der Enge ohne weiteres möglich.

Auch wenn wie eingangs deutlich gemacht, bekannte Musikstücke nur kurz angespielt und dann schnell verändert wurden, orientierte man sich überwiegend an Titeln wie „Intro“, „Fragile“, „Kashmere“ und „Freedem“. Aber auch Stücke wie „Toss the Feather“, „Talk the Wind“, „Snow falling“ und „Behind Blue Eyes“ wurden von der beliebten Band dafür genutzt, um die Eigenkompositionen vor dem Publikum voll zur Geltung zu bringen.

Ein Highlight war dabei die Aufführung des Titels „Summer of Love“ aus der Melodie „Riders on the Storm“, der von der Stolberger Band gänzlich neu interpretiert und umgestaltet wurde. Fortgesetzt wird die Reihe „Live-Musik im Piano“ am Samstag, 19. Dezember, um 20.30 Uhr. Dann steht der Stolberger Entertainer Carlos Cachafeiro mit seiner musikalischen Weihnachssause auf dem Programm.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert