„Züblin-Projekt”: In drei Jahren soll Baumarkt realisiert sein

Von: Jürgen Lange
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Stolberg. Vor Ort zu sehen sein wird auch während der kommenden Monate kaum etwas, und doch macht die Ansiedlung eines Bau- und Gartenmarktes an der Mauerstraße in Münsterbusch hinter den öffentlichen Kulissen sichtbare Fortschritte.

Als „Züblin-Projekt” wurde dieses „Sahnehäubchen” für die Stadtentwicklung bei einem Investoren-Wettbewerb vor vier Jahren geboren, hat erste Hürden des europäischen Kartellrechts mittlerweile genommen und liegt eigentlich für ein Vorhaben dieser Größenordnung auf einer Fläche von gut 40 Hektar ganz gut im Zeitplan. Immerhin beabsichtigt die „Strabag Real Estate” rund 30 Millionen Euro in die Entwicklung der alten Industriebrache im Schatten des hohen Kamins der früheren Zincoli zu investieren.

Genau um dieses Problemfeld ranken sich derzeit auch die Aktivitäten des Investors. Nach einem Gutachten zur Bodenbeschaffenheit im vergangenen Jahr werden jetzt an den letzten Details des Sanierungsplans für diese Altlast, auf der einst einmal ein Erweiterungsbau für das Dienstleistungszentrum entstehen sollte, gefeilt. Mit einer großflächigen Versiegelung des Areals sollen Auswaschungen des - wie in Stolberg gewohnt - schwermetall-haltigen Untergrunds weitgehend verhindert werden.

„Wir liegen in der Endabstimmung des Konzeptes mit den zuständigen Behörden”, sagt Bereichsleiter Paul Maria Schäfer. Neben der Stadt Stolberg ist dies in erster Linie die Städteregion. „In Kürze ist mit einem Abschluss des öffentlich-rechtlichen Vertrages zu rechnen”, erklärte Städteregionssprecher Hans-Josef Heinen auf Anfrage.

Darin soll auch geregelt werden, dass die Versiegelung und damit Bebauung des Areals bis zum 30.Juni 2014 abgeschlossen sein soll. „Ich hatte zwar gehofft, den Sanierungsvertrag noch vor Weihnachten unterschreiben zu können”, sagt Schäfer, aber angesichts des bevorstehenden, wesentlich umfangreicheren Planungsverfahrens falle die Verzögerung nicht ins Gewicht.

Im Rahmen der Erarbeitung eines Bebauungsplans müssen nicht nur alle möglichen Rahmenbedingungen, beispielspielsweise die Verkehrsuntersuchung, abgewogen werden, sondern auch die Nutzersuche soll nun forciert werden. Frühzeitig soll als Ankermieter der spätere Betreiber des Bau- und Gartenmarktes feststehen, damit die Detailplanung auf die individuellen Wünsche abgestellt werden kann.

Sicher ist, dass der Kamin als Landmarke erhalten und Architektur wie Erscheinungsbild des Komplexes hochwertigen Ansprüchen genügen soll. Wann mit einem konkreten Bauantrag gerechnet werden kann, ist zwar noch nicht absehbar.

Aber ihre Kaufoption auf das städtische Grundstück ziehen möchte die Strabag Real Estate mit Rechtskraft des Bebauungsplans und einer gesicherten Vermietungsbasis. Laut der vertraglichen Vereinbarungen mit der Stadt aus dem Sommer vergangenen Jahres wird ihr diese Option zunächst befristet bis zum 30.Juni 2013 gewährt. „Das ist ein realistischer Zeitrahmen”, schätzt Stolbergs Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt den Ablauf ein. „Wir sind weiter auf einem guten Weg dorthin”, verspricht Schäfer.
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