Zu wenig Plätze zur Unterrichtung von Flüchtlingskindern

Von: gro
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In der Kogelshäuserschule gibt es bereits drei internationale Förderklassen. Damit aber sind die Kapazitäten ebenso wie am Berufskolleg erschöpft. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Ausführungen im Schulausschuss kamen einem Appell gleich: „Wir suchen dringend Schulen zur Bildung weiterer Förderklassen für Flüchtlingskinder“, erklärte Andrea Genten vom Kommunalen Integrationszentrum der Städteregion.

Derzeit können zehn Kinder im Bereich der Sekundarstufe I und sieben in der Sekundarstufe II nicht unterrichtet werden. Und die Situation droht sich mit der erwarteten Ankunft vieler weiterer Flüchtlinge in den nächsten Monaten zu verschärfen.

Bisher gibt es lediglich in zwei Einrichtungen im Stadtgebiet Klassen, die speziell auf die Bedürfnisse von Flüchtlingskindern abgestimmt sind. Drei internationale Förderklassen sind in der Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße eingerichtet. Eine weitere Förderklasse sowie zwei Klassen mit Sprachförderangeboten hat das Berufskolleg. „Beide Schulen haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht“, berichtete Genten und äußerte den Wunsch, „dass sich auch andere Schulformen beteiligen werden. Bis jetzt sind es überwiegend Hauptschulen, die mitmachen. Die Kinder, die aus ihrer Heimat geflohen sind, kommen aber aus allen Bildungsschichten.“

Jörg Klein, Leiter der Sekundarschule Stolberg, griff diesen Vorschlag kritisch auf. „Wir würden gerne eine internationale Förderklasse eröffnen. Aber es gibt zwei große Probleme.“ Zum einen würden die Schüler erst im folgenden Jahr bei der Berechnung des benötigten Lehrpersonals berücksichtigt. „Und wenn Flüchtlingskinder in Regelklassen integriert werden sollen, müssen wir dafür auch Plätze freihalten dürfen und diese angerechnet bekommen.“

Petra Jansen kündigte auch mit Blick auf diese Zwickmühle an, dass sich der von der Stolberger Verwaltung gegründete „Arbeitskreis Seiteneinsteiger“ um eine Entspannung der Lage bemühen werde. Die Leiterin des Schulverwaltungsamtes zeigte sich optimistisch: „Ich hoffe, dass wir im Januar erste konkrete Vorschläge machen können.“

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