Stolberg - „Zu den Maaren”: Stadtrat soll Mittel für Sanierung bereitstellen

„Zu den Maaren”: Stadtrat soll Mittel für Sanierung bereitstellen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Slalom rund um Schlaglöcher: Die Strecke „Zu den Maaren” soll ebenso wie der Wirtschaftsweg Gut Hassenberg möglichst umfassend saniert werden. Der Rat soll die Konjunkturmittel dafür bereitstellen. Foto: J. Lange

Stolberg. Manches Mal erscheint es so, als würden Rat und Verwaltung mit ihren Haushaltsmitteln so jonglieren wie die Broker an der Börse. Schieben Letztere das Geld ihrer Kunden von der einen zur anderen Anlageform, um Gewinn machen zu können, so dient im Rathaus mal diese, mal jene Haushaltsstelle dazu, die Mittel für das soeben wichtiger erscheinende Projekt vorweisen zu können.

So soll der Rat auch am Dienstag Budgets umschichten, weil die urspünglich für die Sanierung des Wirtschaftsweges „Zu den Maaren” aus Konjunkturmitteln eingeplanten 180.000 Euro mittlerweile bereits anderweitig angeknabbert wurden. Ein Umstand, der jüngst im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr durchaus für „Überraschung” sorgte, wie Rolf Engels (SPD) formulierte.

Keine Treppe mehr zur Vicht

Denn der Fachausschuss hatte die Ortsbesichtigung der rund 1,75 Kilometer langen Verbindung zwischen der Breiniger Winterstraße und Venwegen eigens in die schneefreie Zeit verschoben, um eindeutig festzustellen, dass die Sanierung der Strecke dringend erforderlich sei, zumal sie im Vergleich zum Wirtschaftsweg bei Gut Hassenberg in einem wesentlich schlimmeren Zustand sei. Allerdings mit Ausnahme der Bündnisgrünen, die eine Sanierung aus öffentlichen Mitteln als Subventionierung illegaler Schleichwege, so Fraktionschef Heinrich Willms, empfinden.

Die übrigen Fraktionen folgten jedoch der Argumentation von Bernd Creyels (CDU), der die Bedeutung beider Wege für die Naherholung unterstrich. Walker, Jogger, Spaziergänger, Radfahrer, Reiter, etc. nutzen die Strecken intensiv. Allerdings wurde auch intensiv darüber diskutiert, die Ausbaukosten zu reduzieren. Etwa durch punktuelle unterschiedliche Sanierungsintensität oder auch durch einen schmäleren Ausbau zugunsten eines parallelen Reitweges, wie Paul M. Kirch (CDU) anregte. Letztlich überließ es die Politik der Verwaltung, die Details für die bestmögliche Sanierung beider Wirtschaftswege auszutüfteln.

Fachbereichsleiter Josef Braun dämpfte derweil die finanziellen Befürchtungen des Ausschusses. Denn neben den noch für den Weg Hassenberg zur Verfügung stehenden Mitteln, sind 70.000 Euro aus dem Konjunkturpaket noch übrig, und außerdem möchte die Verwaltung auf den einst angedachten Bau einer Treppe zum Vichtbach im Zusammenhang mit dem Ausbau des Schulhofes an der Hermannstraße verzichten. Weitere Finanzierungsdetails will der Fachbereichsleiter den Fraktionen am Montag rechtzeitig zur Ratssitzung am Dienstag unterbreiten.
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