Stolberg-Dorff - „Zirkuskinder” begeistern auf dem Reiterhof

„Zirkuskinder” begeistern auf dem Reiterhof

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Hoch zu Ross und ganz artistisch: Sarah Winterscheidt (Fee) und Ira Timmermanns als gute Hexe. Foto: D. Müller

Stolberg-Dorff. Grimmig und zu allem entschlossen visieren Ritter Kasimir und Ritter Rost einander an. Hoch zu Ross preschen sie aufeinander zu und kreuzen todesmutig die Klingen ihrer Holzschwerter. In Form eines klassischen Ritterkampfes buhlen sie um die Gunst der Burgfräulein, die das spannende Spektakel mit angehaltenem Atem verfolgen.

Zuvor haben beide ihre Reitkünste und ihre Geschicklichkeit schon zu Genüge unter Beweis gestellt.

Wettstreit um Anerkennung

Ringstechen, Kegeln und ein Slalom-Parcours, auf dem ein Becher möglichst ohne Wasserverlust transportiert werden soll, waren die ersten Disziplinen des von der „Schicksalsfee” geleiteten Wettstreits um die Anerkennung der holden Maiden. Nun aber muss der Kampf „Mann gegen Mann” die Entscheidung bringen.

Die Ritterspiele waren nur ein Programmpunkt der vielfältigen Abschlusspräsentation der Ferienspiele des Dorffer Reitstalls „Wind und Wetter”.

Neun Kinder hatten am Montag mit der Planung ihrer Reiterferien begonnen, deren Thema der Zirkus sein sollte. Sie dachten sich die einzelnen Inhalte ihres Programms aus, bildeten Gruppen und kümmerten sich um Kostüme und Musik.

Die Kinder bastelten Requisiten wie Fahnen und Hüte, bevor sie mit dem Training beginnen konnten. Nach gelungener Generalprobe präsentierten die Sieben- bis Zehnjährigen am Freitag unter dem Motto „Kinder, Pferde, Attraktionen” ihre bunte Zirkus-Show.

Noch am Vormittag hatten sie zwei Plakate gestaltet, auf denen sie am Eingangsbereich des Reitstalls alle einluden, ihrer Vorstellung kostenlos beizuwohnen. So war ein illustres Publikum zusammengekommen, als Betreuerin und „Zirkusdirektorin” Christiane Maurer die Manege freigab und erklärte: „Im Zirkus ist alles erlaubt”.

Nachwuchs-Artisten machten den Anfang und beeindruckten die Gäste, indem sie freihändig, rücklings, kniend oder stehend auf den Rücken der trabenden und galoppierenden Pferde ihre Kunststücke vorführten.

Wie in einem richtigen Zirkuszelt füllten lustige Clowns die Pausen mit scherzhaften Einlagen, wobei sie von dem geborenen Zirkushund „Filou” nach Kräften unterstützt wurden.

„Wenn die Turmuhr zwölfe schlägt” klang es aus der Musikanlage, als Fee und Hexe gemeinsam auf einem Pferd artistische Darbietungen zur Schau stellten, und die Cowgirls und Indianer hatten alle Hände voll damit zu tun, ausgerissene Tiere einzufangen.

Nicht etwa Rinder oder Pferde waren den Helden aus dem Wilden Westen abhanden gekommen, sondern eine Biene, ein Marienkäfer, eine Micky Maus und diverse Wassertiere, die kreuz und quer auf dem Reitplatz umher laufend ihre Freiheit genossen.

Den kühnen Reitern gelang es aber nach einigen Mühen, die tierische Bande wieder dingfest zu machen, da die ausgelassenen Clowns ihnen hilfreich zur Seite standen.

Nach einer tollen Zirkus-Vorführung, die gut eine Stunde lang das Publikum entzückte, durften sich Kinder, Betreuer, Pferde und Zirkushund trotz leichten Regens sonnen, und zwar im reichhaltigen Applaus der begeisterten Besucher.
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